Der Staatssekretär im Bundesministerium für Digitales und Verkehr geht nicht selbst ans Telefon, als sich die SZ bei ihm meldet: "Hier ist die Mailbox von ..." Gerne kann eine Nachricht hinterlassen werden. Was die Süddeutsche Zeitung dann hinterlässt, dürfte den Staatssekretär überraschen. Denn die Telefonnummer des hohen Staatsbeamten hat die SZ von einer anonymen Quelle bekommen. Man könnte auch sagen: Das Bundesministerium - ausgerechnet das für Digitales - ist gehackt worden. In diesem Fall zum Glück von den Guten.
IT-Sicherheit:Digitalministerium war tagelang angreifbar
Auch Handys aus seinem Ministerium waren angreifbar: Digital- und Verkehrsminister Volker Wissing. Er selbst war nicht betroffen. Seine eigene Nummer ist offenbar besser geschützt.
(Foto: Frank Ossenbrink/Imago)Weil das Bundesministerium ein Update verschlafen hatte, konnten Hacker Daten von Mobiltelefonen im Digitalministerium ausspähen. Das hätte jeder halbwegs begabte Schüler hinbekommen.
Von Max Muth
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