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Digitale Nomaden:Ultimative Freiheit oder Dauerstress?

Digital Nomads; plan-w-digital-nomads

In Flipflops zur Arbeit? Immer mehr Menschen wollen raus aus dem Büro und in wärmeren Gefilden arbeiten - wie hier in Bali.

(Foto: Christopher Wise)

Mit dem Laptop unter Palmen statt im Großraumbüro: Das digitale Nomadentum wird als Arbeitstrend der Zukunft gefeiert. Aber für wen funktioniert das? Und warum ist nicht alles Gold, was Vielfliegerstatus hat?

Die Geschichte könnte am weißen Sandstrand von Gili Meno, Indonesien, beginnen, in einem hübschen Holzbungalow mit Internetverbindung. Eigentlich beginnt sie aber früher, in einer WG im grauen Hamburg, wo sich Tanja Finke neben ihrem Vollzeitjob eine Existenz als virtuelle Assistentin aufbaute. Übers Internet suchte sie sich Aufträge, schrieb und korrigierte Bewerbungen, machte Übersetzungen, transkribierte Texte. Das Ziel: So viel zu verdienen, dass sie kündigen, ins Ausland ziehen und von dort aus arbeiten kann. "Ich wollte immer raus aus Deutschland, hatte schon als Kind Fernweh", sagt sie. Als Personaldisponentin bei einer Zeitarbeitsfirma hat sie den Arbeitsmarkt von seiner hässlichen Seite kennengelernt. Mindestlohn, befristete Beschäftigung, teilweise musste sie den Leuten schon nach zwei Wochen wieder kündigen. "Manche saßen weinend vor mir, und ich konnte ihnen nicht helfen", erzählt Finke. Sieben Monate hat sie durchgearbeitet, bis sie als virtuelle Assistentin einigermaßen stabil dastand. Sie löste ihre Wohnung auf - und weg war sie.

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