Diesel-Skandal Porsche-Holding muss zahlen

Der Ex-Chef von VW und Porsche SE, Martin Winterkorn, soll Aktionäre zu spät zu Dieselgate informiert haben.

(Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa)

In Folge des Dieselgate-Skandals sollen Aktionäre der Volkswagen-Mutter 47,2 Millionen Euro Entschädigung erhalten. Sie seien zu spät informiert worden.

Von Stefan Mayr, Stuttgart

Es wird enger in der Aufarbeitung des Dieselskandals für Volkswagen und die Eigentümer-Familien Porsche und Piëch. Erstmals hat ein deutsches Gericht Aktionären des Automobil-Imperiums einen Schadenersatz zugesprochen. Das Landgericht Stuttgart hat am Mittwoch die Dachgesellschaft Porsche Automobil Holding SE (PSE) zu einer Zahlung von 47,2 Millionen Euro Schadenersatz verurteilt.

Aktionäre hatten die Stuttgarter Holding verklagt, in der die Erben von Ferdinand Porsche ihre Mehrheitsanteile am Volkswagen-Konzern verwalten. Das Unternehmen habe gegen seine Publizitätspflichten verstoßen, urteilte Einzelrichter Fabian Richter Reuschle. Die ...