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Diesel:Rückruf bei Mercedes

Der Dieselskandal ist für Daimler noch nicht ausgestanden. Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) hat angeordnet, dass 60 000 Mercedes-Diesel in die Werkstatt müssen. Sie sollen eine illegale Abschalteinrichtung verbaut haben, durch die sie im Labor weniger Schadstoffe ausstoßen als im realen Straßenverkehr. Betroffen sind Geländewagen des Modells GLK 220 CDI. Doch dabei könnte es nicht bleiben: Das KBA hat seine Untersuchungen bereits auf weitere Modelle ausgeweitet. Daimler bestreitet die Vorwürfe. Das Unternehmen teilte mit, gegen den Bescheid Widerspruch einzulegen. Der Verdacht ist nicht neu. Schon im vergangenen Herbst hatte das Verkehrsministerium Daimler bei bestimmten Ausführungen des Geländewagens GLK und anderen Modellen Abgasmanipulation vorgeworfen. Die Ermittler der Staatsanwaltschaft Stuttgart waren bei ihrer Prüfung auf insgesamt eine Million Verdachtsfälle gekommen. Der aktuelle Rückruf betrifft den Motor mit der Bezeichnung OM651 mit der Abgasnorm Euro 5, den Daimler seit 2008 baut. Dieser wurde allerdings auch in anderen Modellen eingesetzt. Außerdem ist ein weiterer Motor (OM642) im Visier der Ermittler. Daimler könnte daher erneut ein Rückruf von mehreren hunderttausend Fahrzeugen bevorstehen.

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