Die schlimmsten EU-Lobbyisten:Dubiose Strippenzieher

Getarnte Pharma-Kampagnen, Kriegspropagandisten und ein EU-Generaldirektor, der geheime Informationen weitergab: Die schlimmsten Lobbyisten der EU - in Bildern.

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Wenig

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Getarnte Pharma-Kampagnen, Kriegspropagandisten und ein EU-Generaldirektor, der geheime Informationen an Lobbyisten gab: Bereits zum vierten Mal kürte die Organisation LobbyControl die schlimmsten Lobbyisten der EU. Wer die wenig ruhmreichen Titel bekam - ein Überblick in Bildern.

Platz fünf der schlimmsten Strippenzieher belegte Fritz-Harald Wenig, Direktor in der Generaldirektion Handel. Er wurde nominiert, da er Insider-Informationen über Handelszölle an Lobbyisten weitergab, die aber eigentlich investigative Journalisten waren.

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Auf dem vierten Rang der schlimmsten Interessenkonflikte landeten drei ehemalige Beamte der EU-Kommission: Michel Petite, Robert Klotz und Lars Kjølbye wurden für ihren Wechsel zu namhaften Anwaltskanzleien gerügt, die Klienten in Wettbewerbsfragen beraten.

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Klaus-Heiner Lehne

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Platz drei geht an einen Deutschen: Klaus-Heiner Lehne sitzt für die CDU im Europaparlament, gleichzeitig arbeitet er als Anwalt für EU-Wettbewerbsrecht und Regulierungsfragen.

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Caroline Jackson

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Umweltpolitikerin und gleichzeitig umweltpolitische Beraterin eines Müllkonzerns - ein klarer Interessenkonflikt, urteilt die Gruppe Friends of Earth Europe. Deshalb landet die britische Europaabgeordnete Caroline Jackson auf dem zweiten Rang der dubiosen Strippenzieher.

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Piia-Noora Kaupi

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Die schlimmste Lobbyistin Europas: Piia-Noora Kaupi kam beim "Worst EU Lobby Award" auf den ersten Platz. Die EU-Parlamentarierin habe in der europäischen Volksvertretung Änderungsanträge eingebracht, die wortgleich beim europäischen Branchenverband "European Banking Industry Committee" abgeschrieben worden seien, berichtete das Wall Street Journal bereits 2005. Im neuen Jahr kann sich Kaupii noch intensiver für eine möglichst geringe Bankenregulierung einsetzen. Dann arbeitet sie direkt für eine Banken-Lobbygruppe.

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Neben Personen standen auch noch Lobby-Gruppen zur Wahl. Den fünften Platz belegte die European Business and Parliament Scheme (EBPS). Die Organisation bringe Menschen aus 28 Unternehmen mit Europaparlamentariern zusammen, betreibe aktive Lobbyarbeit - und nutze dafür mietfreie Büros innerhalb des Europäischen Parlaments.

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Auf den vierten Platz wählten die Lobby-Kritiker die European Alliance for Access to Safe Medicines (EAASM). Sie habe verschwiegen, dass die Pharmaindustrie hinter ihren Kampagnen steckt - und weniger das Bedürfnis, im "öffentlichen Interesse" aufzuklären.

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Kaukasus

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Auch PR in Krisenregionen war im Visier der Anti-Lobbyisten: Den dritten Platz teilen sich die beiden PR-Agenturen GPlus und Aspect Consulting, die Kriegspropaganda im Kaukasus-Konflikt verbreiteten. Eine Agentur war für die russische Seite tätig, die andere verbreitete Propaganda für Georgien.

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Flugzeug

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Der zweite Platz ging an die International Air Transport Association. Der Vorwurf: Mit einer "irreführenden Lobbykampagne" wolle die Organisation strengere Vorschriften zur Reduktion des CO2-Ausstoßes der Luftfahrtindustrie umgehen.

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Biosprit

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Schlimmste Lobbygruppe wurde im Jahr 2008 die Biosprit-Industrie. Mehr als die Hälfte der 8500 abgegebenen Stimmen votierten für die Branche, die irreführende Informationen verbreiten würde, um Biosprit als ökologisch sinnvoll darzustellen. Besonders störten sich die Lobby-Gegner an einem Werbefilm, den die Organisation MPOC, eine Vereinigung aus Palmölproduzenten und der Regierung Malaysias, produzierte.

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(sueddeutsche.de/tob/cmat)

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