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Die Quandts:Dunkle Schatten über der Dynastie

Die Industriellen-Familie Quandt machte mit dem Nazi-Regime glänzende Geschäfte, wie eine neue Fernseh-Dokumentation zeigt. Sie beleuchtet die verwandtschaftlichen Verbindungen der Familie mit dem Propagandaminister Josef Goebbels in Bildern.

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Konzerngründer Günther Quandt mit seinen Söhnen Harald (links) und Herbert. Der Clanchef hatte als Unternehmer gute Kontakte zur Elite der Nazis - vor allem durch seine Ex-Frau Magda.

Foto: Scherl

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Magda hatte den Industriellen in den zwanziger Jahren geheiratet - und sich nach wenigen Jahren wieder scheiden zu lassen.

1931 ehelichte sie einen Granden der aufstrebenden Nationalsozialisten: Josef Goebbels.

Ex-Mann Quandt ließ seine frühere Gattin auf einem seiner Güter heiraten. Als Trauzeuge fungierte auch Adolf Hitler.

Diese Aufnahme zeigt von links nach rechts: Magda Goebbels, Josef Goebbels, Adolf Hitler (dahinter) und Magdas Sohn Harald Quandt aus ihrer Ehe mit Günther Quandt.

Foto: Scherl

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Traute Familie im Jahre 1935: Josef Goebbels mit Familie, v.l.n.r. : Tochter Hildegard, Ehefrau Magda Goebbels, Tochter Helga, Josef Goebbels und Stiefsohn Harald Quandt.

Quandt junior kam mit seinem Stiefvater und seinen Geschwistern sehr gut zurecht.

Foto: Scherl

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Der Propagandaminister auf dem Grünen Hügel: Josef Goebbels, seine Frau Magda und Stiefsohn Harald Quandt im Wagen nach der Vorstellung zur Eröffnung der Festspiele in Bayreuth.

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Gute Beziehungen zwischen den Goebbels und Quandts:

Hochzeit der Schwester von Joseph Goebbels im Ministerhaus auf Schwanenwerder am 2. Februar 1938. V.l.n.r.: 1. Reihe Hilde und Helmut Goebbels, der Minister, Maria und Max Kimmich (Brautpaar), Helga Goebbels und die Mutter von Magda Goebbels. 2. Reihe: Herr und Frau Kimmich (Bruder und Schwägerin des Bräutigams), Frau Magda Goebbels, Graf Helldorf, Frau Quandt, Staatssekretär Hanke, Gräfin Helldorf und Harald Quandt.

Während Harald Quandt Fallschirmjäger wurde, kümmerten sich sein Vater Günter und Halbbruder Herbert um die Geschäfte, für die sie laut ARD-Dokumentation auch KZ-Arbeitssklaven schuften ließen.

Während der NS-Zeit baute der Quandt-Konzern ein Firmenimperium auf. Vor allem mit der Herstellung von Batterien wurden Quandts Afa-Werke (AFA-Fabrik AG), so die ARD, zum unerlässlichen Lieferanten für Hitlers Kriegsmaschinerie.

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Nach dem Tod des Vaters 1954 erbten Herbert und Harald Quandt ein Konglomerat von Firmenbeteiligungen, unter anderem an der AFA-Fabrik AG (AFA), später Varta, BMW und anderen Unternehmen. Harald war Vorstandsvorsitzender der Industriewerke Karlsruhe AG und hatte weitere Posten bei der Busch-Jäger AG, der Dürener Metallwerke AG und den Mauserwerken Oberndorf inne.

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Tödlicher Absturz 1967: Harald Quandt prallte wegen eines Instrumentenschadens in etwa 1000 Meter Höhe an einen Berg in der Nähe der italienischen Stadt Saluzzo.

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Nach der Trauerfeier für Harald Quandt: Seine Frau Inge verläßt mit den Töchtern Anette, Gabriele und Katarina (von links) die Totenhalle auf dem Frankfurter Hauptfriedhof.

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Danach leitete Herbert Quandt (das Foto zeigt ihn im Jahre 1978 mit seiner Ehefrau, der heutigen Familienchefin Johanna) die Firmengeschicke. Herbert Quandt starb 1982.

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Die heutige Regentin Johanna Quandt und ihr Sohn Stefan (Archivbild aus dem Jahr 2000): Bislang schweigen die Quandts zur Rolle der Familie in der Nazizeit, nur Spross Sven Quandt sprach mit ARD-Rechercheuren.

Seit dem Tod Herbert Quandts 1982 spielen seine Witwe sowie seine jüngsten Kinder Susanne Klatten und Stefan Quandt eine stille, aber entscheidende Rolle bei der Verwaltung von Herbert Quandts Vermögensanteil.

Foto: Reuters

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