Die größten Pleiten der US-Geschichte:Gefallene Riesen

Mit General Motors schlittert ein Traditionskonzern in die Insolvenz. Eine spektakuläre, aber bei weitem nicht die größte Pleite in der Geschichte der US-Wirtschaft. Die Top Ten in Bildern.

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Texaco Tankstelle Millburn, New Jersey, USA, 2005

Quelle: SZ

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Platz 10: Texaco - Vermögen: 34,9 Milliarden Dollar*

Die Insolvenz von General Motors ist bei weitem nicht die größte Pleite in der Geschichte der US-Wirtschaft.

Die Liste der Top Ten der Bruchlandungen eröffnet der Ölkonzern Texaco. 1987 wurde das Unternehmen in einem Zivilprozess zu einer Schadenersatzzahlung von elf Milliarden Dollar verurteilt - daraufhin beantragte der Konzern Gläubigerschutz. Texaco wurde saniert und fusionierte 2001 mit Chevron.

Foto: Bloomberg News *Alle Vermögensangaben basieren auf den Zahlen aus der letzten Bilanz vor dem jeweiligen Insolvenzantrag.

PG&E, AFP

Quelle: SZ

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Platz 9: Pacific Gas & Electric - Vermögen: 36,1 Milliarden Dollar

Kaliforniens größter Energieversorger schlitterte im April 2001 in die Pleite. Der Konzern war bereits 1996 in die Schlagzeilen geraten. Damals wurde das Unternehmen wegen der illegalen Entsorgung giftiger Abwässer zu 333 Millionen Dollar Schadenersatz verurteilt. Der Fall wurde später in "Erin Brockovich" mit Julia Roberts verfilmt.

Foto: AP

Thornburg, AFP

Quelle: SZ

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Platz 8: Thornburg - Vermögen: 36,5 Milliarden Dollar

Der US-Immobilienfinanzierer Thornburg Mortgage strich Anfang Mai 2009 die Segel. Abschreibungen auf den Wert seiner mit Hypotheken besicherten Anleihen hatten dem Unternehmen allein im ersten Quartal dieses Jahres einen Verlust von mehr als drei Milliarden Dollar eingebracht.

Foto: AP

Chrysler, AFP

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Platz 7: Chrysler - Vermögen: 39,3 Milliarden Euro

Ende April 2009 musste GM-Konkurrent Chrysler Insolvenz anmelden, zuletzt stand das Unternehmen bei den Gläubigern mit sieben Milliarden Euro in der Kreide. Der italienische Autokonzern Fiat übernimmt zunächst zwanzig Prozent und strebt langfristig eine Mehrheitsbeteiligung an. Die US-Regierung betrachtet Chrysler bereits als Musterbeispiel, das "Hoffnung macht für General Motors".

Foto: AP

Conesco, AFP

Quelle: SZ

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Platz 6: Conseco - Vermögen: 61,4 Milliarden Dollar

In den neunziger Jahren wurde Conseco zu einem der größten Versicherungskonzerne der USA, nachdem das Unternehmen zahlreiche Konkurrenten aufgekauft hatte. Von einem hätte man aber wohl besser die Finger gelassen: Für Green Tree, den größten Kreditgeber für Käufer von Wohnmobilen oder billligen Fertighäusern, blätterte Conseco 1998 sechs Milliarden Dollar hin - ein schlechtes Geschäft, die Schuldenlast trieb den Konzern schließlich vier Jahre später in die Pleite.

Foto: AP

Enron, AFP

Quelle: SZ

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Platz 5: Enron - Vermögen: 65,5 Milliarden Dollar

Enron steht für einen der größten Unternehmensskandale in der US-Wirtschaftsgeschichte. Über Jahre hinweg wurden bei dem Energiekonzern im großten Stil Bilanzen gefälscht und zu hohe Gewinne ausgewiesen. Ende 2001 musste das Unternehmen schließlich Insolvenz anmelden - kurz zuvor genehmigte sich der Vorstand allerdings noch 300 Millionen Euro Bonuszahlungen. Mittlerweile wurden mehrere Enron-Manager zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.

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GM, AFP

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Platz 4: General Motors - Vermögen: 91 Milliarden Dollar

Seit dem 1. Juni 2009 ist der einst größte Autohersteller der Welt offiziell pleite und steht nun unter Kontrolle der Regierung von US-Präsident Barack Obama. Nach deren Plänen sollen unrentable Marken abgestoßen und zumindest elf Werke in den USA geschlossen werden. Mindestens 21.000 Arbeiter verlieren ihre Jobs.

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Worldcom, AFP

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Platz 3: Worldcom - Vermögen: 103,9 Milliarden Dollar

Die ehemals drittgrößte Telefongesellschaft der Welt fiel im Sommer 2002 der Gier ihres Chefs zum Opfer: Elf Milliarden US-Dollar soll der Firmengründer und damalige Vorstandsvorsitzende Bernard Ebbers veruntreut haben - er wurde zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt. Konkurrent Verizon schluckte Worldcom.

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Washington Mutual, AFP

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Platz 2: Washington Mutual - Vermögen: 327,9 Milliarden Dollar

Kaum zwei Wochen nach Lehman Brothers wurde im September 2008 auch Washington Mutual Opfer der Finanzkrise. Die Bank war besonders stark im Hypothekengeschäft engagiert.

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Lehman Brothers, AFP

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Platz 1: Lehman Brothers - Vermögen: 691,1 Milliarden

Der Zusammenbruch der New Yorker Investmentbank mit 28.000 Mitarbeitern am 15. September 2008 brachte das gesamte Weltfinanzsystem ins Wanken. In der Folge gerieten zahlreiche andere Banken in Bedrängnis. Damit erfasste die Finanzkrise auch die Realwirtschaft.

Foto: AP Texte: as/mel/jja

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