Der frühere DGB-Chef Michael Sommer ist im Alter von 73 Jahren gestorben. Dies teilte der Deutsche Gewerkschaftsbund in Berlin mit. Sommer war von 2002 bis 2014 Vorsitzender.
„Mit Trauer und großer Dankbarkeit nehmen wir Abschied von einem überzeugten Gewerkschafter“, heißt es beim DGB. Sommer habe „mit Leidenschaft über viele Jahre gegen die Hartz-Reformen und die massive Ausweitung von prekärer Beschäftigung gekämpft“.
Sein größter politischer Erfolg sei die Durchsetzung des allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns gewesen, der ein Jahr nach dem Ende seiner Amtszeit eingeführt wurde und von dem heute fast sechs Millionen Menschen im Land profitierten.
Sommer trat bereits als 19-Jähriger in die Deutsche Postgewerkschaft ein, für die er später hauptberuflich arbeitete. Er studierte Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin und war 2001 an der Gründung der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi beteiligt.

