Süddeutsche Zeitung

Devisen:Wahl-Annullierung belastet Lira

Die türkische Lira beschleunigt nach der Entscheidung der türkischen Wahlbehörde, die Bürgermeisterwahl in der Metropole Istanbul wiederholen zu lassen, ihre Talfahrt. Bei den Anlegern wachsen die Sorgen.

Die Währungskrise in der Türkei weitet sich aus. Nach der von der Regierungspartei AKP erzwungenen Wahlwiederholung in der Metropole Istanbul ist die türkische Währung in der vergangenen Woche im Wert deutlich gefallen. Für einen Euro mussten zeitweise knapp sieben Lira gezahlt werden. Damit war die türkische Devise so schwach wie zuletzt im Oktober 2018. Seit Jahresanfang hat die Lira knapp zehn Prozent an Wert verloren. Die Opposition sprach angesichts der Neuwahl von einem "harten Schlag" gegen die Demokratie, gab sich aber auch kämpferisch. Für Präsident Recep Tayyip Erdoğan ist die Annullierung der Wahl dagegen ein "wichtiger Schritt für unsere Demokratie". In dieser Situation werden die ohnehin bestehenden Sorgen um die politische Stabilität des Landes zusätzlich verstärkt, sagten Händler.

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SZ vom 13.05.2019 / amon
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