Der Kurs des Euro ist am Dienstag leicht gestiegen. Am Abend wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,0837 Dollar gehandelt und damit 0,1 Prozent höher im Vergleich zum Vorabend. Am Devisenmarkt richtete sich der Fokus zunehmend auf geldpolitische Beschlüsse führender Zentralbanken, die im Verlauf der Woche erwartet werden. Unter anderem begann die US-Notenbank an diesem Dienstag ihre zweitägigen Beratungen zur Zinsentscheidung, deren Ergebnisse am Abend veröffentlicht werden. Am Markt wird erwartet, dass die amerikanischen Währungshüter allenfalls Änderungen an einzelnen Krisenprogrammen vornehmen könnten. Am Donnerstag folgt dann die EZB mit ihrem Zinsentscheid.
Der Ölpreis gab nach dem Preissturz vom Wochenstart weiter nach. "Da die Rohöl-Lagerkapazitäten fast erschöpft seien, fürchteten Anleger einen Preisrutsch unter null wie in der vergangenen Woche", sagte Harry Tchilinguirian, von der Bank BNP Paribas. Vor diesem Hintergrund entschloss sich der größte börsennotierte US-Ölfonds, aus dem Juni-Kontrakt auszusteigen und in Geschäfte mit einer längeren Laufzeit umzuschichten. Der Preis für das US-Öl der Sorte WTI fiel daher zeitweise bis auf zehn Dollar. Im Handelsverlauf erholte sich die Notierung, lag am Abend mit 12,66 Dollar je Barrel dennoch 0,9 Prozent im Minus.
Die eingeleiteten Lockerungen der Restriktionen in der Coronavirus-Krise und die damit verbundene Aussicht auf eine Erholung der Weltwirtschaft setzten dem Goldpreis zu. Das Edelmetall verbilligte sich um 1,4 Prozent auf 1691 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Damit gab die "Krisen-Währung" bereits den dritten Tag in Folge nach. Analysten sehen beim Gold aber durchaus weiteren Spielraum nach oben. Investoren seien nach wie vor auf der Suche nach "sicheren Häfen" für ihr Geld und wollten sich gegen wirtschaftliche Turbulenzen absichern.