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Devisen und Rohstoffe:Forint gefragt

Spekulationen auf eine Zinserhöhung treiben den Kurs der ungarischen Währung an. Wegen einer anziehenden Inflation signalisiert der ungarische Notenbankchef eine straffere Geldpolitik.

Am Devisenmarkt hat sich der Euro am Mittwoch um die Marke von 1,22 Dollar bewegt und stand damit 0,1 Prozent höher als am Dienstag. Die Kursbewegungen zwischen Euro und Dollar hielten sich seit Wochenbeginn in Grenzen, starke Impulse sind Mangelware. Derweil deckten sich in Erwartung einer nahenden Zinserhöhung der ungarischen Notenbank die Anleger mit der Währung des Landes ein. Im Gegenzug fielen Dollar und Euro um jeweils 0,8 Prozent auf 283,50 beziehungsweise 346 Forint. Wegen einer anziehenden Inflation hat der ungarische Notenbankchef eine straffere Geldpolitik signalisiert. Ungarn wäre das erste EU-Land, das nach der Coronavirus-Krise den Leitzins wieder anhebt.

Am Ölmarkt stiegen die Preise auf mehrjährige Höchststände. Ein Fass der Nordseesorte Brent verteuerte sich zeitweise um 0,9 Prozent auf 72,83 Dollar, ein Fass der US-Sorte WTI kostete mit 70,63 Dollar 0,6 Prozent mehr. Während Brent den höchsten Stand seit gut zwei Jahren erreichte, stieg der WTI-Preis auf das höchste Niveau seit Oktober 2018. Unterstützung erhielten die Rohölpreise durch Lagerdaten aus den USA. Nach Zahlen des American Petroleum Institute (API) sind die Rohölvorräte der USA in der vergangenen Woche gesunken. Für grundlegenden Auftrieb am Ölmarkt sorgt seit längerem die vielerorts entspanntere Corona-Lage, insbesondere in den USA, China und weiten Teilen Europas. Zudem deuteten laut Analysten der ANZ Bank die jüngsten Verkehrsdaten darauf hin, dass sich mit der Lockerung der Corona-Restriktionen Reisende wieder verstärkt auf den Weg machten.

Der Bitcoin erholte sich von seinen jüngsten Tiefstständen. Die Cyber-Devise verteuerte sich um 9,1 Prozent auf 36 500 Dollar. "Eine Flut an negativen Nachrichten verunsichert den Markt", sagte Analyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus Axi. Unter anderem will China den Markt für Kryptowährungen strenger regulieren.

© SZ vom 10.06.2021 / amon, Reuters, dpa
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