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Devisen und Rohstoffe:Euro stabil nach Zinsentscheid

Weder die US-Inflationsdaten noch die Zinsentscheidung der Europäischen Zentalbank können den Eurokurs am Donnerstag bewegen. Am Rohölmarkt erreicht der Preis ein Zwei-Jahres-Hoch.

Nach den geldpolitischen Beschlüssen der Europäischen Zentralbank und den US-Inflationsdaten hat sich am Devisenmarkt am Donnerstag unterm Strich nicht viel getan. Der Euro notierte am Abend kaum verändert bei 1,2173 Dollar. Eine Straffung ihrer Geldpolitik, wie von einigen Marktteilnehmern angesichts steigender Inflation befürchtet, nahm die EZB nicht vor. Sowohl das milliardenschwere Notkaufprogramm zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie als auch die Zinsen im Euroraum bleiben unverändert. Die Aussichten für das Wirtschaftswachstum im Euroraum haben sich nach Einschätzung der EZB angesichts sinkender Corona-Infektionszahlen und der globalen Konjunkturerholung deutlich verbessert. Die Notenbank geht nun für dieses Jahr von einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 4,6 Prozent aus. Im März hatten die Währungshüter noch ein Wachstum von 4,0 Prozent vorhergesagt.

Am Nachmittag wurden zudem US-Inflationsdaten veröffentlicht. Die Verbraucherpreise in den USA stiegen im Mai zum Vorjahresmonat um überraschend starke fünf Prozent. Das war der höchste Stand seit August 2008. "Auch wenn uns höhere Inflationsraten noch etwas länger begleiten werden, es handelt sich im Wesentlichen um Sondereffekte der Pandemie", sagt Thomas Gitzel, Chef-Volkswirt der VP Bank. "Deshalb schaut man an den Finanzmärkten mittlerweile gelassen auf die Inflationsentwicklung." Das als Inflationsschutz gefragte Gold reagierte kaum auf die US-Teuerungsraten und Beschlüsse der EZB. Eine Feinunze des Edelmetalls verteuerte sich lediglich um 0,1 Prozent auf 1891 Dollar.

Der Ölpreis legte weiter zu und erreichten den höchsten Stand seit Mai 2019. Am Abend kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 72,45 Dollar. Das waren 0,3 Prozent mehr als am Vortag.

© SZ vom 11.06.2021 / amon, Reuters,dpa
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