Devisen und Rohstoffe:Euro leicht im Minus

Die Gemeinschaftswährung weitet die Verluste der vergangenen Tage aus. Im Fokus am Devisenmarkt steht die Zinssitzung der US-Notenbank Fed. Am Rohstoffmarkt bricht der Eisen-Preis ein.

Der Euro hat am Freitag weiter unter der Marke von 1,18 Dollar notiert. Am Abend kostete die Gemeinschaftswährung 1,1733 Dollar und damit 0,3 Prozent weniger im Vergleich zum späten Vorabend. Lange Schatten wirft die für die nächste Woche anvisierte Zinsentscheidung der US-Notenbank voraus. Angesichts der Wirtschaftserholung in den USA steht der Ausstieg aus dem Krisenmodus an. Anleger rätseln, wann genau Fed-Chef Jerome Powell das Signal geben wird, die milliardenschweren Ankäufe von Staatsanleihen und Hypothekenpapieren zurückzufahren.

Am Rohstoffmarkt gab der Ölpreis nach. Am Abend kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 75,34 Dollar. Das waren 0,4 Prozent weniger als am Vortag. Trotz der leichten Verluste rangieren die Ölpreise in der Nähe ihrer höchsten Stände seit Anfang August. Preisliche Unterstützung kommt von der Angebotsseite: Da im Golf von Mexiko wegen der Nachwirkungen des Hurrikans Ida immer noch zahlreiche Förderplattformen brach liegen, hinkt die US-Produktion der Nachfrage hinterher. Selbst das steigende Angebot des Ölverbunds Opec+ kann den Mangel nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) derzeit nicht ausgleichen.

Der Preis für Eisenerz hat sich seit einem Höchststand im Mai mehr als halbiert und droht nun auf unter 100 Dollar je Tonne zu sinken. Am Freitag lag die Notierung bei 102,81 Dollar. Chinas Maßnahmen zur Säuberung des Industriesektors haben zu dem heftigen Einbruch entscheidend beigetragen, begleitet von einem starken Abschwung im Immobiliensektor des Landes. Eisenerz ist damit ein Ausreißer in einem allgemeinen Rohstoffboom, etwa bei Aluminium, Gas und Kohle. Der Preisverfall gibt einerseits den Stahlproduzenten Entlastung, ist aber ein Rückschlag für Bergbauunternehmen.

© SZ vom 18.09.2021 / amon, Reuters, Bloomberg
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