Devisen und Rohstoffe:Euro legt weiter zu

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Die Aussicht auf eine Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank und der schwächelnde Dollar stützen derzeit die Gemeinschaftswährung. Seit Montag legt der Euro rund zwei US-Cent zu.

Der Kurs des Euro hat am Freitag an die Kursgewinne vom Vortag angeknüpft und ist auf den höchsten Stand seit rund einem Monat gestiegen. In der Spitze legte der Euro bis auf 1,0765 Dollar zu. Im Abendhandel wurde die Gemeinschaftswährung allerdings nur noch etwas höher bei 1,0720 Dollar gehandelt. Zuletzt profitierte die Gemeinschaftswährung von einer allgemeinen Dollar-Schwäche nach enttäuschenden Konjunkturdaten aus den USA. Am Donnerstag war bekannt geworden, dass die amerikanische Wirtschaft im Winter stärker als erwartet geschrumpft war. Zudem wurde der Euro im Verlauf der Woche durch die Aussicht auf eine Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank gestützt. EZB-Präsidentin Christine Lagarde hatte nach langem Zögern zu Beginn der Woche Signale für eine Zinswende im Juli geliefert. Auch Bundesbank-Präsident Joachim Nagel erwartet im Kampf gegen die hohe Inflation gleich mehrere Zinserhöhungen in diesem Jahr. In der Juni-Sitzung der EZB müsse ein deutliches Signal gegeben werden, wohin die Reise gehe, sagte Nagel dem Spiegel in einem am Freitag veröffentlichten Interview. In dieser Woche hat der Euro im Handel mit dem Dollar rund zwei Cent an Wert gewonnen.

Nach den starken Kursgewinnen am Vortag legten die Ölpreise leicht zu. Am Abend kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 117,47 Dollar. "Zahlreiche Faktoren deuten auf einen Angebotsengpass hin", sagte Stephen Innes, Geschäftsführer beim Vermögensverwalter SPI. Dieser werde sich bei einem EU-Embargo russischer Energie-Importe noch verstärken. "Vor Beginn der Sommerfahrsaison in den USA sind die Lagerbestände an raffinierten Rohöl-Produkten alarmierend niedrig." Seit Montag haben sich Rohöl aus der Nordsee und US-Öl jeweils um mehr als vier Prozent verteuert.

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