Devisen und Rohstoffe:Euro legt nach Fed-Entscheid zu

Die Gemeinschaftswährung macht vorherige Verluste wett und dreht sogar in Plus. Auch die Ölpreise steigen nach zuletzt deutlich gesunkenen Benzinvorräten in den USA wieder an.

Der Euro hat am Mittwoch nach der Veröffentlichung geldpolitischer Entscheidungen der US-Notenbank Fed vorangegangene Verlust komplett wettgemacht und kräftig zugelegt. Die Gemeinschaftswährung verteuerte sich auf 1,1846 Dollar, nachdem sie zuvor bis auf 1,1776 Dollar nachgegeben hatte. Trotz des Aufschwungs und anziehender Inflation behält die Fed ihre extrem lockere Geldpolitik zunächst bei. Sie beließ den Leitzins auf dem historisch niedrigen Niveau von null bis 0,25 Prozent. Ihre Geldspritzen in Höhe von monatlich 120 Milliarden Dollar wollen die Währungshüter zudem in voller Dosierung beibehalten, bis erhebliche Fortschritte bei Preisstabilität und Arbeitslosigkeit erreicht sind. Derweil stiegen die Preise am Ölmarkt. Marktbeobachter verwiesen auf einen Rückgang der US-Lagerbestände und ein vergleichsweise starkes Abschmelzen der US-Benzinreserven. Ein Fass der Nordseesorte Brent kostete mit 74,80 Dollar 0,4 Prozent mehr. Der Preis die US-Sorte WTI stieg um 0,6 Prozent auf 72 Dollar. Am Vorabend war bekannt geworden, dass der Interessenverband American Petroleum Institute in der vergangenen Woche einen Rückgang der Lagerbestände um 4,7 Millionen Barrel verzeichnete. Besonders stark fiel der Abbau der Benzinbestände mit 6,2 Millionen Barrel aus. In den USA schnellt der Benzinverbrauch in den Ferien traditionell in die Höhe. Auch die vom US-Energieministerium ermittelten Ölreserven wiesen einen deutlichen Rückgang auf.

Das Interesse der Anleger an Kryptowährungen zog wieder an. Die älteste und wichtigste Cyberwährung Bitcoin überwand erneut die Marke von 40 000 Dollar und verteuerte sich zeitweise um 3,7 Prozent auf 40 937 Dollar. Zu Wochenbeginn war der Bitcoin nach Spekulationen auf einen Einstieg Amazons in die Branche um 17 Prozent nach oben geschnellt. Nachdem Amazon die Gerüchte dementiert hatte, fiel der Kurs der Cyberwährung wieder etwas zurück.

© SZ vom 29.07.2021 / cikr, Reuters, dpa
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