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Devisen und Rohstoffe:Erholungszeichen mehren sich

Die Wirtschaftshilfen in China sorgen für etwas Beruhigung an den Märkten. Der Euro stabilisiert sich, die Industriemetalle, wie zum Beispiel Kupfer und Eisenerz, werden wieder gefragt.

Der Euro hat sich am Montag etwas von seinen Kursverlusten der vergangenen Wochen erholt. Am Abend kostete die Gemeinschaftswährung 1,0835 Dollar und damit etwas mehr als am Freitag. Zuletzt war der Euro zum Dollar auf ein Dreijahrestief bei etwas mehr als 1,08 Dollar gefallen. Unter Druck steht der Euro bereits seit Jahresbeginn, verstärkt jedoch seit Anfang Februar. Als wichtigster Grund dafür gilt die sich eintrübende Konjunktur.

Positiv wirkten am Montag Vorgaben aus China - trotz des sich ausbreitenden Coronavirus. Die chinesische Notenbank geht weiter gegen die Folgen der Coronavirus-Krise vor. Dazu gab sie neues Zentralbankgeld zu einem niedrigeren Zinssatz an die Banken aus. Auch die von der Regierung avisierten Steuersenkungen trugen zur positiven Stimmung bei. In Hoffnung auf eine wieder anziehende China-Nachfrage decken sich Anleger mit Industriemetallen ein. Kupfer verteuerte sich um ein Prozent auf 5814 Dollar je Tonne, der chinesische Terminkontrakt auf Eisenerz gewann zwei Prozent auf 675,50 Yuan (96,78 Dollar). Die Ölpreise knüpften an die Stabilisierung der vergangenen Handelstage an. Ein Barrel der US-Sorte WTI notierte 0,5 Prozent höher bei 52,33 Dollar. Unterdessen scheint sich abzuzeichnen, dass die großen Ölförderer ihre für Anfang März geplante Sitzung nicht vorziehen. Der Verbund Opec+, dem neben den Mitgliedern des Ölkartells Opec weitere Ölriesen wie Russland angehören, sieht sich mit einer wesentlich schwächeren Rohölnachfrage konfrontiert.

Gewinnmitnahmen setzen dem Bitcoin erneut zu. Die älteste und wichtigste Cyber-devise verlor fünf Prozent auf 9468 Dollar. "Eine Konsolidierung tut vor dem Hintergrund der heiß gelaufenen Kurse not", sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. "Die Anleger stellen sich nun die Frage, inwieweit die derzeitige Preisrally von Beständigkeit geprägt oder lediglich ein Strohfeuer ist."

© SZ vom 18.02.2020 / amon, Reuters, dpa
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