Devisen und Rohstoffe:Die Ölpreise steigen weiter

Den Rohölmarkt beherrschen derzeit Sorgen über Angebotsmengen. Grund sind Nachwirkungen des Hurrikans "Ida" und Schwierigkeiten einiger Länder, die Produktion hochzufahren.

Der Euro-Kurs hat sich am Mittwoch kaum bewegt. Die Gemeinschaftswährung notierte am Nachmittag bei 1,1731 Dollar, nach 1,1723 Dollar am Vortag. Zur Wochenmitte stand die Geldpolitik der US-Notenbank Fed im Mittelpunkt. Nach ihrer zweitägigen Zinssitzung will die Fed am Abend Entscheidungen bekanntgeben. Mit Spannung wird erwartet, ob die Zentralbank ein konkretes Signal für die erwartete geldpolitische Wende geben wird. Es geht um die Wertpapierkäufe von monatlich 120 Milliarden Dollar. Fachleute rechnen mit einer schrittweisen Rückführung, beginnend um die Jahreswende herum.

Infolge gesunkener US-Lagerbestände verteuerte sich das Rohöl. Der Preis für die Sorte Brent aus der Nordsee kletterte um 1,3 Prozent auf 75,30 Dollar je Barrel, US-Leitöl WTI notierte 1,7 Prozent höher bei 71,65 Dollar. Nach wöchentlichen Daten des privaten Anbieters American Petroleum Institute (API) sanken die US-Bestände um 6,1 Millionen Barrel und damit stärker als erwartet. Angesichts vieler unterstützender Faktoren seinen langanhaltende Preisrückgänge momentan nicht zu erwarten, sagte Jeffrey Halley, ein Analyst beim Brokerhaus Oanda. "Dazu tragen insbesondere die himmelhohen Erdgaspreise bei, die die Attraktivität von Öl als Ersatz erhöhen." Zudem dürfte das Angebot als Resultat der durch Wirbelstürme beeinträchtigten Erdöl-Förderung im Golf von Mexiko knapp bleiben. Zusätzlich haben einige Förderländer des Opec-Kartells Insidern zufolge derzeit Schwierigkeiten, die Produktion der Nachfrage entsprechend hochzufahren. Unter anderem hapere es in Angola, Nigeria und Kasachstan. Gründe seien zu niedrige Investitionen über Jahre und größere Wartungen, die wegen der Pandemie hinten angestellt worden seien.

Nach dem Rückgang der vergangenen Tage stabilisierten sich die Renditen am Anleihenmarkt. Die richtungsweisende zehnjährigen Bundesanleihe rentierte bei minus 0,324 Prozent.

© SZ vom 23.09.2021 / amon, Reuters
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