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Devisen und Rohstoffe:Bitcoin steigt auf Rekordhoch

Die Cyberwährung übertrifft ihren bisherigen Höchststand vom Dezember 2017 und nähert sich der 20000-Dollar-Marke. Auch der Euro ist gefragt und kostet kurzzeitig mehr als 1,20 Dollar.

Der Anstieg von Bitcoin hat am Montag noch einmal kräftig an Fahrt gewonnen. Die älteste und wichtigste Cyber-Devise verteuerte sich um mehr als neun Prozent auf 19 864 Dollar kostete damit so viel wie noch nie zuvor. "Der jüngste Kurseinbruch wird zum Wiedereinstieg in den Markt genutzt", sagt Analyst Timo Emden von Emden Research. "Frisches Geld von Anlegern, die die Bitcoin-Rally bislang verpasst haben, fließt nun in den Markt."Am Devisenmarkt setzte die Aussicht auf eine rasche Überwindung der Corona-Krise sowie auf weitere Unterstützung der US-Notenbank dem Dollar weiter zu. Im Gegenzug zog der Euro kräftig an und lugte kurzzeitig über die Marke von 1,20 Dollar. Zeitweise kostete die Gemeinschaftswährung 1,2003 Dollar nach 1,1962 am Vortag.

Derweil reagierten die Ölpreise empfindlich auf Medienberichte über Uneinigkeit im Ölverbund Opec+. Ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent verbilligte sich auf 47,57 Dollar. Das waren 1,2 Prozent weniger als am Freitag. Dem Ölverbund Opec+ war es am Wochenende Berichten zufolge nicht gelungen, sich während eines informellen Treffens auf eine kurzfristige Förderpolitik zu einigen. An diesem Montag und Dienstag sollen die Beratungen in offizieller Runde fortgesetzt werden. Es geht um die Frage, ob die Ölstaaten ihre Förderung Anfang kommenden Jahres erhöhen oder bestehende Fördergrenzen zunächst fortbestehen sollen. Zum Verbund Opec+ gehören neben den Opec-Staaten unter Führung Saudi-Arabiens weitere große Produktionsländer wie Russland. In der Corona-Krise haben die Länder ihre Förderung gedrosselt, um die einbrechenden Ölpreise zu stabilisieren. Im Zuge der globalen Wirtschaftserholung sollen die Fördergrenzen nun gelockert werden. Allerdings hat sich die wirtschaftliche Lage wegen neuer Corona-Wellen zuletzt wieder eingetrübt, so dass eine zeitliche Verlängerung der Fördergrenzen diskutiert wird.

© SZ vom 01.12.2020 / SZ, Reuters, dpa
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