Süddeutsche Zeitung

Devisen und Anleihen:Euro erholt sich

Die Gemeinschaftswährung kann ihre Talfahrt vorerst stoppen und legt etwas zu. Im Gegenzug gibt der Dollar nach. Er ist als sichere Anlage weniger gefragt. Derweil ist der Bitcoin bei institutionellen Anlegern beliebt.

Der Euro hat sich am Dienstag von seiner jüngsten Talfahrt etwas erholt. Eine allgemein freundliche Stimmung an den Finanzmärkten setzte den Dollar, der als sicherer Anlagehafen gilt, unter Druck und half im Gegenzug der Gemeinschaftswährung nach oben. Zeitweise wurde ein Euro bei 1,1915 gehandelt, das war gut ein halber US-Cent mehr als am Vorabend. Zu Wochenanfang war die europäische Devise Kurzzeitig bis auf 1,1836 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit vergangenem November gefallen. Mit der Aussicht auf eine stärkere konjunkturelle Entwicklung in den USA hatte der Dollar in den vergangenen Tagen an Stärke gewonnen. Geschürt worden war die Zuversicht auch durch das von der US-Regierung angestoßene Konjunkturpaket in Billionenhöhe.

Nachlassende Inflationsängste ermunterten die Anleger zum Kauf von Staatsanleihen. Im Gegenzug gaben die Renditen t nach. So rentierten die richtungsweisenden zehnjährigen Treasury-Bonds aus den USA nur noch bei 1,547 Prozent, nachdem deren Rendite am Vortag noch bei 1,617 Prozent gelegen hatte. Die deutschen Pendants rentierten im Vergleich zum Vortag deutlich tiefer bei minus 0,321 Prozent. "Steigende Inflationssorgen waren zuletzt die Hauptsorge der Börsianer und haben die Kursentwicklung insbesondere in den USA ausgebremst", erläuterte Altmann. Die Ölpreise verloren etwas. Nach zuletzt starken Kursschwankungen hat sich die Lage am Ölmarkt aber etwas beruhigt. Ein Fass Rohöl der Sorte Brent verbilligte sich leicht auf 67,94 Dollar.

Gefragt war hingegen der Bitcoin. Die Cyber-Devise gewann in der Spitze fünf Prozent auf 54 488 Dollar. "Das Interesse der institutionellen Anleger bleibt auf einem beachtlichen Niveau und ist nach wie vor der Knackpunkt", sagt Analyst Timo Emden von Emden Research. Privatanleger würden das Geschehen dagegen derzeit lieber von der Seitenlinie aus betrachten.

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SZ vom 10.03.2021 / SZ, Reuters, dpa
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