Devisen und Anleihen:Bundesrendite über 1,00 Prozent

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Der US-Zinsentscheid am Mittwoch wirft schon seine Schatten voraus. Vor diesem Hintergrund werfen die Anleger Staatsanleihen aus den Depots. Am Devisenmarkt hält sich der Euro über 1,05 Dollar.

Von amon, Reuters, dpa

Der Kurs des Euro hat sich am Dienstag an der Marke von 1,05 Dollar gehalten. Am Abend kostete die Gemeinschaftswährung 1,0523 Dollar und damit 0,2 Prozent mehr im Vergleich zum Vorabend. Das in der Vorwoche markierte Fünfjahrestief lag nicht weit entfernt. Am Tag vor dem US-Zinsentscheid stieg die Anspannung am Markt. "Eine Anhebung um 0,5 Prozentpunkte und der Abbau der Bilanz scheinen beschlossene Sache zu sein", sagte Jens Franck, Chef-Portfoliomanager des Vermögensverwalters NordIX. Spannender sei daher, welches Tempo Fed-Chef Jerome Powell für die darauffolgenden Zinserhöhungen signalisieren werde.

Vor diesem Hintergrund flogen Staatsanleihen aus den Depots. Die zehnjährigen US-Bonds rentierten wie zu Wochenbeginn bei bis zu 3,01 Prozent, dem höchsten Stand seit dreieinhalb Jahren. Parallel dazu übersprang die Rendite der vergleichbaren Bundestitel erstmals seit fast sieben Jahren die Marke von einem Prozent und erreichte 1,016 Prozent. "Eine derart dynamische Aufwärtsentwicklung der Staatsanleiherenditen gab es zuletzt in den Jahren 1999 und 1994", sagte LBBW-Analyst Elmar Völker. Es spreche viel für einen weiteren Anstieg der Renditen. "Die US-Notenbank steht vor dem Beginn aggressiver Zinserhöhungen, während die Konjunktur in China und der EU schwächelt", sagte Stephen Innes, Geschäftsführer beim Vermögensverwalter SPI. Sorgen bereiteten Investoren vor allem die Corona-Lockdowns in China. Die Furcht vor einer sinkenden Nachfrage drückte den Preis für die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um zwei Prozent auf 105,47 Dollar je Barrel (159 Liter). China ist als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt auch eines der größten Ölverbrauchsländer. Die Volksrepublik verfolgt eine scharfe Corona-Bekämpfung mit strikten Ausgangssperren. Auch Wirtschaftsmetropolen mit vielen Millionen Einwohnern sind betroffen.

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