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Devisen, Rohstoffe:Kursrally des Bitcoin hält an

Die Digitalwährung Bitcoin steigt seit Oktober kräftig an. Das Allzeithoch liegt in der Nähe. Hoffnungen auf eine Verlängerung der Förderbeschränkungen treiben den Ölpreis an.

Der Höhenflug der Digitalwährung Bitcoin hat sich am Mittwoch fortgesetzt. Erstmals seit etwa drei Jahren knackte der Preis die Marke von 18 000 Dollar. Auf der Luxemburger Handelsplattform Bitstamp wurde der Bitcoin zeitweise bei 18 483 Dollar gehandelt und damit auf dem höchsten Stand seit Dezember 2017. Der Preis der Digitalwährung steigt seit Tagen in schnellen Schritten Richtung Rekordhoch, das Ende 2017 bei knapp 20 000 Dollar erreicht worden war. Bereits seit Anfang Oktober geht es mit dem Kurs stark nach oben, die Digitalwährung verzeichnete seitdem einen Wertzuwachs von etwa 75 Prozent. Unter anderem wird ein steigendes Interesse großer institutioneller Anleger als Erklärung für den starken Wertzuwachs der Digitalwährung genannt. Als Preistreiber werden auch immer wieder Pläne des Bezahldienstes Paypal angeführt, den Bitcoin als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Marktbeobachter verwiesen einmal mehr auf Risiken, die mit dem Bitcoin verbunden sind und die sich in extremen Kursschwankungen zeigen.

Am Tag vor dem Zinsentscheid der türkischen Notenbank wächst die Anspannung unter Devisenanlegern. Dies setzt der Währung des Landes zu. Im Gegenzug stiegen Dollar und Euro zeitweise um jeweils ein knappes Prozent auf 7,7863 beziehungsweise 9,2416 Lira. Experten erwarten nach der von Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan verkündeten Kehrtwende in der Wirtschaftspolitik eine Anhebung des Leitzinses von 10,25 auf 15 Prozent.

Die Hoffnung auf eine Verlängerung der aktuellen Förderbeschränkungen durch die Opec+ ließ den Ölpreis steigen. Die Nordseesorte Brent stieg 1,1 Prozent auf 44,25 Dollar je Barrel. Um die schwächere Energienachfrage vor dem Hintergrund einer neuen Corona-Welle in den Griff zu bekommen, rief Saudi-Arabien die anderen Mitglieder der Gruppe Opec+ dazu auf, flexibel auf die Bedürfnisse des Ölmarktes zu reagieren.

© SZ vom 19.11.2020 / rih, Reuters, dpa
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