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Devisen, Rohstoffe:Inflationsdaten im Fokus

Die Inflationsdaten aus den USA rücken in den Mittelpunkt der Anleger. Dabei verliert das Gold etwas an Wert. Die Kurse der Cyberdevisen steigen kräftig.

Der Euro hat sich zum Wochenanfang wenig bewegt. Die Gemeinschaftswährung notierte am Montagabend unverändert bei 1,1901 Dollar. Im Mittelpunkt des Interesses standen die Inflationsdaten aus den USA, die am Dienstag veröffentlicht werden sollten. Die meisten Experten gehen von deutlich gestiegenen Preisen aus. Die Inflationserwartung setzte den Goldpreis unter Druck. Das Edelmetall verbilligte sich um 0,7 Prozent auf 1731 Dollar je Feinunze. "Stärker als vorhergesagte Daten deuten darauf hin, dass die Inflation in den kommenden Monaten schneller als erwartet anziehen wird, was zu einem Anstieg der realen Renditen führt, was Druck auf Gold ausübt", sagte Expertin Margaret Yang vom Handelshaus DailyFX. In den USA kletterten die Erzeugerpreise im März stärker als prognostiziert, was zum höchsten Jahresanstieg seit neuneinhalb Jahren führte und als Zeichen für den Beginn einer höheren Inflation gewertet wurde. Zwar gilt Gold als eine Absicherung gegen höhere Inflation. Höhere Anleiherenditen dämpften aber den Reiz des Edelmetalls, das im Gegensatz zu Bonds keine Zinsen abwirft.

Die Anleger griffen auch bei Kryptowährungen weiter zu. Die älteste und wichtigste Cyber-Devise Bitcoin verteuerte sich zeitweise um fünf Prozent auf 61 237 Dollar und blieb damit in Reichweite der bisherigen Bestmarke. Die zweitwichtigste Cyber-Devise Ethereum kletterte um bis zu 6,7 Prozent auf den bislang höchsten Stand bei 2210 Dollar. "Die Aussicht auf weitere Liquiditätsschwemmen durch die Notenbanken lockt Anleger immer wieder zurück in Bitcoin und Co", kommentierte Analyst Timo Emden vom Analysehaus Emden Research.

Dagegen verloren die Industriemetalle Nickel und Kupfer an Wert, nachdem die chinesische Regierung angekündigt hatte, die Rohstoffpreise stärker zu kontrollieren, um den Kostendruck der Unternehmen zu mindern.

© SZ vom 13.04.2021 / amon, Reuters,dpa
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