Devisen, Rohstoffe:Anleger setzen auf den Dollar

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Angesichts des Ukraine-Konflikts und einer möglichen strafferen Geldpolitik der US-Notenbank Fed ab dieser Woche greifen Anleger bei der Leitwährung Dollar zu.

Die Leitwährung Dollar stand bei Anlegern zu Wochenbeginn hoch im Kurs. Grund waren die Spannungen zwischen Russland und dem Westen wegen der Ukraine sowie die Möglichkeit einer strafferen Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Im Gegenzug gab der Euro am Montag um 0,4 Prozent auf 1,1297 Dollar nach. Zudem wurden schwache Konjunkturdaten aus der Eurozone veröffentlicht. Während sich deutsche Unternehmen trotz der schnellen Ausbreitung der Corona-Variante Omikron überraschend optimistisch zeigten, bremste dagegen Omikron die Unternehmensstimmung in der Eurozone insgesamt. Der entsprechende Markit-Index fiel in den Ländern mit der gemeinsamen Währung um 0,9 auf 52,4 Zähler. Das ist der niedrigste Stand seit knapp einem Jahr. Die Entwicklung verlief zweigleisig: Während sich die Stimmung im Dienstleistungsbereich deutlich eintrübte, hellte sie sich in der Industrie auf.

Die Ölpreise fielen aufgrund eines stärkeren Dollars und der Besorgnis der Anleger über die Möglichkeit, dass die US-Notenbank die Zinssätze schneller als erwartet anheben könnte. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verbilligte sich um 1,5 Prozent auf 86,60 Dollar. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI sank um 1,9 Prozent auf 83,54 Dollar. Eine weitere Eskalation der Situation sowohl in der Ukraine als auch im Nahen Osten "rechtfertigt einen Risikoaufschlag auf den Ölpreis, da die betroffenen Länder - Russland und die Vereinigten Arabischen Emirate - wichtige Mitglieder der Opec-plus sind", sagte Carsten Fritsch, Analyst der Commerzbank.

Der Ausverkauf bei den Kryptowährungen gewinnt an Fahrt. Ein Bitcoin fiel um 6,5 Prozent auf 33 904 Dollar. Der Kurs von Ethereum brach sogar um knapp 14 Prozent auf 2242 Dollar ein. "Die derzeitige Verlustserie geht an die Substanz", sagt Analyst Timo Emden von Emden Research. "Die Zinsangst hat die Märkte voll und ganz im Griff."

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