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Deutschlands Beitrag zum Rettungsmechanismus ESM:Doppelt so viel Geld für die Euro-Rettung 2012

Die erste Tranche wird früher fällig - und größer: Einem Zeitungsbericht zufolge wird Finanzminister Schäuble im kommenden Jahr einen doppelt so hohen Milliardenbetrag in den Euro-Rettungsschirm ESM einzahlen müssen als ursprünglich geplant.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wird nach Informationen der Tageszeitung Die Welt im kommenden Jahr voraussichtlich einen doppelt so hohen Milliardenbetrag an den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) überweisen müssen als ursprünglich geplant. Momentan rechne man damit, im Jahr 2012 eine Rate in Höhe von circa 8,6 Milliarden Euro zahlen zu müssen, sagte ein hochrangiges Regierungsmitglied dem Blatt.

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Plötzlich verdoppelt: Anstatt der geplanten 4,3 Milliarden Euro, die Deutschland ursprünglich in den Euro-Rettungsschirm ESM einzahlen sollte, soll es eine Rate von 8,6 Milliarden Euro werden.

(Foto: dapd)

Eigentlich sollte die erste Tranche 4,3 Milliarden Euro betragen und erst 2013 fällig werden. Bereits zuvor hatte sich das Bundesfinanzministerium offen dafür gezeigt, dass Deutschland im Jahr 2012 mehr als die 4,3 Milliarden Euro zahlt. Dafür, hatte der haushaltspolitische Sprecher der Union, Norbert Barthle vor einer Woche gegenüber der Süddeutschen Zeitung eingeräumt, werde die schwarz-gelbe Regierung die Haushaltspläne für das kommende Jahr korrigieren müssen. "Wir werden spätestens im Juni 2012 einen Nachtragshaushalt vorlegen", sagte Barthle.

"Wenn man zunächst etwas mehr als die ursprünglich verabredete Summe zahlt, ist dies sicher nicht gegen die Interessen des Finanzministeriums", sagte ein Sprecher Schäubles am Montag in Berlin. Er wies aber einen Medienbericht zurück, dass sogar der volle deutsche Anteil von 21,5 Milliarden auf einen Schlag 2012 gezahlt werden könnte. "Dies ist nicht sehr wahrscheinlich." Konkrete Planungen werde es erst im Januar geben.

Der EU-Gipfel hatte Anfang Dezember beschlossen, dass der ESM seine Arbeit bereits im Jahr 2012 und nicht erst Mitte 2013 aufnehmen soll. Dafür müssen die Euro-Staaten den geplanten Kapitalstock von 80 Milliarden Euro schneller aufbauen. Deutschland wollte dies in fünf jährlichen Tranchen zu 4,3 Milliarden Euro zahlen. Nun wird der erste Betrag bereits 2012 fällig.