In Ungarn ging es in dieser Woche um Millimeter. Der Wasserstand der Donau, die das Kühlwasser liefert, war so niedrig, dass auch die letzte Turbine des Atomkraftwerks Paks abgeschaltet werden sollte. Normalerweise macht das AKW fast die Hälfte der ungarischen Stromproduktion aus. Die Regierung sprach von einer „beispiellosen Energiekrise“, rief zum rigorosen Sparen auf und drohte mit Rationierung. Werbung für Kernkraft sieht anders aus. Immerhin stieg der Pegel der Donau dann wieder etwas an, die Turbine blieb im Einsatz. Aber es war im wahrsten Sinne des Wortes knapp. Vom Normalbetrieb ist das Kraftwerk noch immer weit entfernt.
MeinungHitzeAKWs sichern ununterbrochene Stromversorgung? Nun ja

Kommentar von Nakissa Salavati
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Im Hintergrund steht das Kernkraftwerk MVM Paks in Ungarn, direkt an der Donau mit historisch niedrigem Pegel.
Daniel Kiss/MTI/AP/dpaOb in Ungarn, Rumänien, Frankreich oder in der Schweiz: AKWs müssen abgeschaltet werden, weil das Kühlwasser zu warm ist oder fehlt. Deutschland hat einen anderen Weg gewählt – zum Glück.
