SchuldenbremseDie schwäbische Hausfrau denkt um

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Ein sparsamer Staat, das war früher vielen Wählerinnen und Wählern wichtig. Aber das hat sich geändert.
Ein sparsamer Staat, das war früher vielen Wählerinnen und Wählern wichtig. Aber das hat sich geändert. (Foto: Panthermedia/Imago)

Jahrzehntelang galten die Deutschen als Anhänger strikter staatlicher Haushaltsdisziplin. Eine Studie zeigt nun: Das Chaos auf der Welt hat die Bevölkerung zum Nachdenken gebracht.

Von Claus Hulverscheidt, Berlin

Dass es Friedrich Merz gelegentlich schwerfällt, die eigenen Leute im Bundestag hinter sich zu versammeln, liegt aus Sicht parteiinterner Kritiker vor allem daran, dass der Bundeskanzler in öffentlichen Debatten gern mal rechts blinkt, aber links abbiegt. Beispiel Schuldenbremse: Noch vor der Bundestagswahl hatte der CDU-Chef eine Lockerung der Schuldenregel sowie die Einrichtung kreditfinanzierter Sondertöpfe strikt abgelehnt, nur um beides nach dem Wahlsieg mit dem Koalitionspartner SPD umgehend auf den Weg zu bringen. Merz regiert also in der Schuldenfrage gegen die eigene Wählerschaft. Kein Wunder, dass mancher Abgeordnete da nicht oder nur zähneknirschend mitziehen mag – so zumindest geht die Erzählung.

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