PrognoseIWF rechnet mit stärkerem Wachstum der deutschen Wirtschaft

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Container und Krananlagen im Hamburger Hafen.
Container und Krananlagen im Hamburger Hafen. Christian Charisius/dpa
  • Der IWF prognostiziert für Deutschland 2026 ein Wirtschaftswachstum von 1,1 Prozent, 0,2 Prozentpunkte höher als im Oktober geschätzt.
  • Deutschland wird damit stärker wachsen als andere G-7-Länder wie Japan, Italien und Frankreich, nachdem es 2025 noch Schlusslicht war.
  • Staatliche Milliardenausgaben sollen kurzfristig für Auftrieb sorgen und die bremsenden US-Zölle abfedern.
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2026 soll das Plus den Experten zufolge bei 1,1 Prozent liegen. Damit läge Deutschland wieder vor anderen G-7-Nationen.

Die deutsche Wirtschaft wird im laufenden Jahr nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) stärker wachsen als bislang angenommen. 2026 dürfte das Plus bei 1,1 Prozent liegen und damit 0,2 Prozentpunkte höher ausfallen als noch im Oktober prognostiziert, wie der IWF mit Sitz in Washington mitteilte. Unter anderem dürften staatliche Milliardenausgaben kurzfristig für Auftrieb sorgen und damit die bremsenden US-Zölle abfedern.

Die IWF-Experten positionieren sich damit deutlich optimistischer als etwa die Bundesbank und das Ifo-Institut. Zugleich bleibt der IWF vorsichtiger als die Bundesregierung, die ein Wachstum von 1,3 Prozent erwartet. Die Bundesregierung setzte bei ihrer Prognose vor allem auf die Nachfrage im Inland. Stabile Preise, Lohnsteigerungen und Entlastungen ließen die verfügbaren Einkommen der Privathaushalte steigen. Für 2027 erwarten die IWF-Experten weiter ein Wachstum von 1,5 Prozent.

Laut IWF-Prognose wird Deutschland im laufenden Jahr damit stärker wachsen als andere G-7-Länder: Nachdem die Bundesrepublik im vergangenen Jahr noch das Schlusslicht unter den großen westlichen Industrienationen der Gruppe bildete, hinken nun Japan und Italien mit einem prognostizierten Wachstum von 0,7 Prozent hinterher. Auch Frankreich dürfte sich mit 1,0 Prozent etwas schwächer entwickeln als Deutschland.

Auch die USA entwickeln sich dem IWF zufolge besser als gedacht

Für die Euro-Zone rechnet der IWF in diesem Jahr nun mit einem Plus von 1,3 Prozent (Oktober: 1,2 Prozent). Für 2027 erwarten die Experten weiter ein Konjunkturplus von 1,4 Prozent. Das etwas schnellere Wachstum kommendes Jahr spiegele die prognostizierten höheren Ausgaben im öffentlichen Sektor wider, insbesondere in Deutschland. Auch Irland und Spanien dürften sich stark entwickeln, heißt es. Den Effekt durch die Erhöhung von Verteidigungsausgaben dürfte sich indes erst in den Folgejahren bemerkbar machen, da diese auf mehrere Jahre verteilt geplant sind.

Die USA werden sich der IWF-Prognose zufolge erneut besser entwickeln als gedacht. Für dieses Jahr soll das Wachstum 2,4 Prozent (Oktober: 2,1 Prozent) betragen. Unter anderem liegt das an dem niedrigeren Leitzins, den die US-Notenbank Federal Reserve im vergangenen Jahr in mehreren Schritten gesenkt hatte. Zudem dürften die negativen Auswirkungen der US-Zölle für die heimische Wirtschaft allmählich nachlassen. Für 2027 erwarten die Experten dann ein Abflauen auf 2,0 Prozent (Oktober: 2,1 Prozent).

Auch die Weltwirtschaft dürfte nun laut IWF mit 3,3 Prozent (Oktober: 3,1) etwas stärker zulegen. Für 2027 bleiben die Experten bei ihrem Ausblick von 3,2 Prozent. Insgesamt sehen die Experten mehr Abwärtsrisiken als Aufwärtspotenzial: Mit Sorge verweisen sie auf ein mögliches Platzen der Blase rund um künstliche Intelligenz, die zu „einem Investitionsrückgang und einer abrupten Korrektur an den Finanzmärkten“ führen könnte. Die Konsequenzen könnten dann auch andere Branchen treffen. Sollte die KI-Blase doch nicht platzen, könnte künstliche Intelligenz nachhaltig das Wachstum ankurbeln.

Zudem warnt der IWF davor, dass sich Handelskonflikte weiter verschärfen und damit die Wirtschaftsproduktivität stärker belasten könnten als gedacht. „Innenpolitische oder geopolitische Spannungen könnten ausbrechen, neue Unsicherheiten schaffen und die Weltwirtschaft durch ihre Auswirkungen auf Finanzmärkte, Lieferketten und Rohstoffpreise stören“, heißt es weiter.

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