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Deutsche Unternehmen:So viel verdienen die Dax-Konzerne

Allianz rechnet mit weiteren Abschreibungen wegen Finanzmarktkrise

Die Dax-Konzerne - unter ihnen die Allianz - verdienen so viel wie noch nie.

(Foto: Peter Kneffel/dpa)
  • Die Dax-Konzerne haben im Jahr 2014 ohne Steuern insgesamt 109 Milliarden Euro Gewinn gemacht und 1,25 Billionen Euro umgesetzt. Das zeigt eine Studie von Ernst & Young.
  • Der Automobilkonzern Volkswagen hat sowohl am meisten Geld umgesetzt als auch eingenommen.
  • Die Unternehmen haben lediglich zwei Prozent mehr Mitarbeiter eingestellt. 3,8 Millionen Menschen arbeiteten Ende des Jahres für die Dax-Konzerne.

Die Dax-Unternehmen im Jahr 2014 haben so viel Umsatz und Gewinn gemacht wie nie zuvor. Das zeigen Zahlen der Beratungsfirma Ernst & Young. Die Rekordzahlen sind bemerkenswert: da zum Beispiel die Ukraine-Krise und die Sanktionen der Europäischen Union gegen Russland auch die deutsche Wirtschaft belastet haben. Grund dafür, dass es den Konzernen so gut geht, ist dem Bericht zufolge die starke Nachfrage aus den USA und China.

Die Dax-Konzerne haben im Jahr 2014 vor Zinsen und Steuern 109 Milliarden Euro verdient. Damit steigerten die Firmen ihren Profit um 6,3 Prozent. Die Finanzbranche hat besonders deutlich zugelegt und ihren Gewinn um elf Prozent auf 19,2 Milliarden Euro erhöht. Zum Vergleich: Im Krisenjahr 2008 haben Unternehmen wie Allianz und Deutsche Bank insgesamt 6,8 Milliarden Euro verdient.

Volkswagen hat mit 12,7 Milliarden Euro den höchsten Gewinn erwirtschaftet, gefolgt von Daimler, Allianz, BMW und BASF.

Die Dax-Konzerne konnten 2014 insgesamt 1,25 Billionen Euro umsetzen. Das sind 2,2 Prozent mehr als im Vorjahr. 2013 war der Umsatz der Unternehmen leicht zurückgegangen.

Die mit Abstand höchsten Erlöse erzielte der Automobilkonzern Volkswagen mit 202 Milliarden Euro, gefolgt von Daimler, Eon, BMW und BASF.

Trotz deutlich höherer Gewinne stellten die Dax-Konzerne nur etwa zwei Prozent neue Mitarbeiter ein. Der Energiekonzern RWE entließ gar acht Prozent seiner Belegschaft. Fresenius SE hingegen stellte 21 Prozent mehr Mitarbeiter und liegt damit an der Spitze der Unternehmen. Zum Ende des Jahres haben insgesamt etwa 3,8 Millionen Menschen für die Konzerne gearbeitet.

Ernst & Young rechnet damit, dass die Dax-Konzerne auch 2015 Umsatz und Gewinn weiter steigern können. Die Unternehmen dürften vom niedrigen Ölpreis profitieren, der sie zu geringerenn Kosten produzieren lässt. Gleichzeitig nützt der aktuell schwache Euro den exportorientierten Firmen: Je weniger ein Euro in fremder Währung kostet, umso billiger können ausländische Kunden in der Eurozone einkaufen. Das erhöht auch die Nachfrage nach deutschen Produkten.