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Deutsche Konzerne:Pessimistischer für 2019

Am Montagabend revidierten gleich drei große Unternehmen ihre Prognosen für das laufende Geschäftsjahr: Conti, Klöckner & Co und Jungheinrich. Als Gründe wurden konjunkturelle Schwächen angegeben und Unsicherheiten im globalen Handel.

Der Autozulieferer Continental hat unter Hinweis auf einen Rückgang der weltweiten Autoproduktion seinen Ausblick gesenkt. Erwartet werde nun für 2019 ein Umsatz von 44 bis 45 Milliarden Euro, bisher waren es 45 bis 47 Milliarden Euro. Die bereinigte Ebit-Marge solle bei sieben bis 7,5 Prozent (zuvor: acht bis neun Prozent) liegen. Für das zweite Halbjahr sei man weniger optimistisch als zuvor, erklärte Continental-Finanzvorstand Wolfgang Schäfer. "Grund dafür ist der fortlaufende Abwärtstrend der Automobilproduktion in Europa, Nordamerika und insbesondere in China. Auch die weiter ungelösten Handelskonflikte tragen zu wirtschaftlicher Unsicherheit bei." Continental hatte bereits im Mai erklärt, man bekomme die Absatzflaute zu spüren: Der Auftragseingang der Automotive Group sei zu Jahresbeginn um rund zwei Milliarden Euro geschrumpft. Trotzdem sah sich der nach Bosch und Denso weltweit drittgrößte Zulieferer damals noch auf Kurs für seine Jahresziele. Auch der Stahlhändler Klöckner & Co ist pessimistischer. Er hat die Prognose für das operative Ergebnis (Ebitda) auf 140 bis 160 Millionen Euro vor Sondereffekten gesenkt. Es ist bereits die zweite Korrektur in diesem Jahr: Ende April hatte der Konzern die Ebitda-Prognose auf 180 bis 200 (vorher: über 227) Millionen Euro zurückgenommen.

Der Gabelstaplerhersteller Jungheinrich schließlich rechnet für das laufende Jahr nur noch mit einem Betriebsgewinn (Ebit) von 240 bis 260 Millionen Euro, vorher waren es 275 bis 295 Millionen Euro. Die Investitionstätigkeit der Kunden gehe neuerdings deutlich zurück, teilte der S-Dax-Konzern mit. "Ursächlich hierfür sind die sich eintrübenden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die damit verbundene aktuelle Marktentwicklung für Flurförderzeuge", hieß es. Beim Auftragseingang rechnet Jungheinrich mit 3,8 bis 4,05 Milliarden Euro, zuvor waren es 4,05 bis 4,20 Milliarden Euro. Beim Umsatz werden wie bisher 3,85 bis 4,05 Milliarden Euro erwartet.