MeinungTheodor WeimerDas krude Demokratie-Verständnis des Börsenchefs

Kommentar von Meike Schreiber, Frankfurt

Lesezeit: 2 Min.

Er hat abgeledert: Theodor Weimer, Chef der Deutschen Börse.
Er hat abgeledert: Theodor Weimer, Chef der Deutschen Börse. DANIEL ROLAND/AFP

Sind Unternehmer die besseren Politiker? Es kursiert eine Wutrede des Chefs der Deutschen Börse. Manche feiern den Ausbruch, er ist aber zum Fremdschämen.

Wie schlimm muss es um den Standort Deutschland stehen, wenn ein angesehener Dax-Chef wie Theodor Weimer derart die Fassung verliert und sich offenbar mittels einer Wutrede Luft verschaffen muss? Mit dieser Lesart verbreitete sich kurz vor der Europawahl ein Video im Netz, in dem der Chef der Deutschen Börse zu einem Rundumschlag ausholte: gegen die Ampel (von „Fundamentalisten“ dominiert), gegen die Bürokratie (alles „bekloppt“), gegen Brüssel und überhaupt: Ökonomisch gesprochen sei Deutschland auf dem Weg zum Entwicklungsland. Internationale Investoren würden sich abwenden.

Zur SZ-Startseite

MeinungUnternehmen
:Deutschlands Manager, das heimliche Standortproblem

SZ PlusEssay von Meike Schreiber

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: