Postbank:So wird die Deutsche Bank ihre Kunden nur verlieren

Postbank: Die Logos einer Filiale der Deutschen Bank und der Postbank-Zentrale in Bonn.

Die Logos einer Filiale der Deutschen Bank und der Postbank-Zentrale in Bonn.

(Foto: Federico Gambarini/dpa)

Die Deutsche Bank will fast die Hälfte der Postbank-Filialen schließen und Kunden auf das Smartphone umlenken. Das ist kein Zukunftsplan - und geht an den Kunden vorbei.

Kommentar von Meike Schreiber, Frankfurt

Wenn die Deutsche Bank fast die Hälfte ihrer Postbank-Filialen schließt und wohl weitere Tausende Stellen streicht, dann ist das eine Nachricht, die nicht nur 27 000 Mitarbeiter des Konzerns in Deutschland interessiert, sondern auch die zwölf Millionen Kunden des Geschäftsbereichs. Aber als hätte es noch eines letzten Beweises bedurft, wer derzeit im Mittelpunkt des kommunikativen Interesses des größten deutschen Geldhauses steht, verkündete der zuständige Vorstand Claudio de Sanctis die Nachricht ausgerechnet über die Financial Times. Als Zentralorgan der internationalen Finanzmärkte ist die FT zweifelsohne wichtig, die wenigsten Postbankkunden und Mitarbeiter aber dürften dort Zugang haben. De Sanctis indes war es offenbar wichtiger, wie die Sache international ankommt, als was Kunden und Mitarbeiter hierzulande dazu denken.

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