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Deutsche Bank:Großer Jobabbau im Inland

Von B loomberg, Frankfurt

Die Deutsche Bank AG will mehrere tausend Stellen in ihrem Privatkundengeschäft streichen. Bereichs-Chef Manfred Knof plant, die Mitarbeiterzahl an den beiden Hauptsitzen der Sparte in Frankfurt und Bonn um bis zu 50 Prozent zu reduzieren, sagten mit dem Vorgang vertraute Personen. Das Management verhandle seit kurzem mit der Arbeitnehmerseite über die geplanten Kürzungen, sagte eine der informierten Personen, die nicht namentlich genannt werden wollten. Derartige Gespräche sind nötig, bevor umfangreicher Stellenabbau stattfinden kann.

Knof will die Kosten des Privatkundengeschäfts bis Ende 2022 um eine Milliarde Euro reduzieren. Der strenge deutsche Arbeitnehmerschutz erschwert jedoch die Personalkürzungen. Eine Sprecherin der Deutschen Bank lehnte einen Kommentar ab. Sewing will bankweit 18 000 Arbeitsplätze abbauen und so eine Serie von fünf Verlustjahren in Folge beenden. Dafür ist das Privatkundengeschäft entscheidend. In Deutschland wurde die Stellenzahl 2019 nur um 2,8 Prozent verringert, verglichen mit einem Abbau um 4,5 Prozent für die Bank als Ganzes.

© SZ vom 13.08.2020

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