Philipp Nagl ist einer, der die Dinge genau wissen will. Wann ist die Signalstörung behoben? Wie konnte der Ast auf die Oberleitung fallen? Und warum dauert die Reparatur des Signals so lange? Fragen, mit denen sich der Vorstandschef der DB Infrago eigentlich nicht befassen müsste, zuständig sind Mitarbeiter ein paar Ebenen weiter unten. Nagl tut es trotzdem. Nicht nur, weil er dafür verantwortlich ist, dass sich der Zustand der Schieneninfrastruktur verbessert. Sondern weil er überzeugt ist, dass man Werte wie Sorgfalt, Gewissenhaftigkeit und Genauigkeit auch vorleben muss.
Nach Zugunglück in Garmisch-Partenkirchen„Solche Führungskräfte haben bei uns keinen Platz mehr“
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Ein interner Untersuchungsbericht legt gravierende Missstände bei der Deutschen Bahn offen. Vorgesetzte übten Druck auf Mitarbeiter aus. Nun will Infrago-Chef Nagl die Kultur von Grund auf ändern – und Sicherheit wieder zur obersten Priorität machen.
Von Klaus Ott und Vivien Timmler, Berlin

Exklusiv Marodes Schienennetz:Wie Vorgesetzte bei der Bahn Druck auf Beschäftigte ausgeübt haben sollen – zulasten der Sicherheit
Drei Jahre nach dem Unglück von Garmisch-Partenkirchen, bei dem fünf Menschen zu Tode kamen, liegt der Untersuchungsbericht einer großen Kanzlei vor. Das Ergebnis dürfte die Bahn in arge Schwierigkeiten bringen.
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