Whistleblower:Wie die Bahn mit einem Kritiker umgeht

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Whistleblower: Die Bahn schickte einem Angestellten, der auf gravierende Mängel im Schienennetz hinwies, von Ende 2020 an mehrere Kündigungen.

Die Bahn schickte einem Angestellten, der auf gravierende Mängel im Schienennetz hinwies, von Ende 2020 an mehrere Kündigungen.

(Foto: Lukas Schulze/picture alliance/dpa)

Die Bahn kündigte einem Mitarbeiter, der auf Missstände aufmerksam gemacht hatte. Jetzt lenkte das Staatsunternehmen überraschend weitgehend ein: Der Ex-Angestellte erhält ein gutes Zeugnis und eine hohe Abfindung.

Von Klaus Ott

Angeblich war dieser Angestellte seinem Arbeitgeber, der Deutschen Bahn, auf keinen Fall mehr zuzumuten. Der Qualitäts- und Sicherheitsprüfer Anatol Jung, der frühzeitig und vehement gravierende Mängel beim Schienennetz angesprochen hatte, soll alle möglichen Vergehen begangen haben. Er soll wiederholt vorgetäuscht haben, arbeitsunfähig zu sein. Und soll auf diese Weise "regelmäßig einen vollendeten Betrug begangen" haben. Er soll Kollegen und Führungskräfte beleidigt und verleumdet haben. Und er soll dienstliche Unterlagen vernichtet haben. Die Folge all dieser Vorwürfe der Deutschen Bahn: mehrere, teils fristlose Kündigungen.

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