Nach Zugunglück bei GarmischBahn-Mitarbeiter verlieren Vertrauen in interne Warnsysteme

Lesezeit: 4 Min.

Beim Zugunglück von Garmisch kamen fünf Menschen ums Leben, viele weitere wurden verletzt. Dabei gab es zuvor Warnungen über die Gleise dort.
Beim Zugunglück von Garmisch kamen fünf Menschen ums Leben, viele weitere wurden verletzt. Dabei gab es zuvor Warnungen über die Gleise dort. (Foto: Sven Hoppe/dpa)

Viele Eisenbahner melden zwar ständig Störungen oder Gefahren im Netz, fühlen sich dann aber alleingelassen. Und nach dem Zugunglück von Garmisch tappen Behörden, Aufsichtsräte und sogar das zuständige Ministerium noch immer im Dunkeln.

Von Vivien Timmler, Berlin

Die Bahn hat ihre Augen überall. Jeder Lokführer, der auf dem Schienennetz unterwegs ist, wirft gleichzeitig einen prüfenden Blick auf die Infrastruktur. Ist da eine auffällige Unebenheit im Gleisbett? Ein Hang, der abzurutschen droht? Eine Lampe an einem Signal, die nicht funktioniert? Bemerkt er eine Störung oder sogar eine potenzielle Gefahr, gibt er das an den zuständigen Fahrdienstleiter weiter. So wie am Abend des 2. Juni 2022.

Zur SZ-Startseite

Zugunglück in Garmisch-Partenkirchen
:Betriebsleiter soll Mitarbeiter als „Mörder“ beschimpft haben

Ein Notfallmanager der Deutschen Bahn schildert bei Gericht zunächst nur sehr zögerlich das Verhalten seines Vorgesetzten, eines Betriebsleiters. Eine detaillierte Aussage macht der Zeuge erst, als ihm der Vorsitzende Richter mit Gefängnis droht und kritisiert: „Das ist krass, was Sie sich hier erlauben.“

SZ PlusVon Klaus Ott

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: