Bahnstreiks:Wie der Rekordstreik bei der Bahn der Wirtschaft schadet

Bahnstreiks: In der Regel lassen die Autohersteller fertige Pkws per Bahn transportieren.

In der Regel lassen die Autohersteller fertige Pkws per Bahn transportieren.

(Foto: Daniel Karmann/dpa)

Sechs Tage lang will die GDL den Zugverkehr lahmlegen. Das trifft nicht nur Millionen Reisende, auch viele Firmen bekommen dadurch erhebliche Probleme. Experten befürchten Kosten in Milliardenhöhe.

Von Caspar Busse und Benedikt Peters

Sechs Tage Streik: Der Rekordarbeitskampf bei der Deutschen Bahn ist für viele Menschen und Firmen ein riesiges Ärgernis - aber eben nicht für alle. Der Autovermieter Sixt etwa schaltete schon während früherer Bahnstreiks Werbeanzeigen, in denen er GDL-Chef Claus Weselsky zum "Mitarbeiter des Monats" kürte. Viele gestrandete Bahnkunden buchen nun plötzlich Mietwagen, das ist gut für die Nachfrage bei Sixt, bei anderen Autovermietern und bei Carsharinganbietern. Auch Fluggesellschaften freuen sich über gute Geschäfte. Die Lufthansa-Tochter Eurowings verzeichnet nach eigenen Angaben in diesen Tagen die höchsten Buchungseingänge seit mehr als vier Jahren, natürlich auf innerdeutschen Strecken. Schon wird geprüft, ob größere Airbus-Flugzeuge eingesetzt werden können. Das Münchner Unternehmen Flix verzeichnet für die grünen Busse und das Flixtrain-Bahnangebot ebenfalls viel mehr Buchungen, die Nachfrage habe sich verdoppelt, heißt es.

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