Verspätungen:Deutsche Bahn will hinnemachen - jetzt wirklich

Verspätungen: Die Deutsche Bahn definiert einen Zug als pünktlich, wenn er weniger als sechs Minuten Verspätung hat.

Die Deutsche Bahn definiert einen Zug als pünktlich, wenn er weniger als sechs Minuten Verspätung hat.

(Foto: Hendrik Schmidt/dpa)

Der Konzern will die Pünktlichkeit seiner Züge auf 70 Prozent erhöhen. Aber ist das viel oder wenig? Und vor allem: Ist das realistisch? Warum fast alle Länder das besser hinbekommen.

Von Vivien Timmler, Berlin

Dieses Mal soll es wirklich klappen. Die Deutsche Bahn hat für das Jahr 2024 das Ziel ausgegeben, die Pünktlichkeitsquote der Züge im Fernverkehr auf mindestens 70 Prozent zu erhöhen. Das wollte sie auch im vergangenen Jahr schon schaffen, stattdessen sank der Wert zum dritten Mal in Folge auf nun nur noch 64 Prozent; 2021 hatte er noch bei 75 Prozent gelegen. Die Deutsche Bahn definiert einen Zug als pünktlich, wenn er weniger als sechs Minuten Verspätung hat. Ausgefallene Züge werden nicht berücksichtigt. "Die Menschen regen sich nicht darüber auf, wenn ein Zug mal ein paar Minuten verspätet ist", sagt Bahn-Chef Richard Lutz der Bild am Sonntag. "Schwierig ist es, wenn die Verspätungen länger als 30 Minuten dauern, wenn man seine Anschlüsse verpasst und die Züge ausfallen."

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