MeinungZweckoptimismusGanz ohne Sarkasmus: Das Land kann von der Deutschen Bahn lernen

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Kommentar von Kerstin Bund

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„Lust auf Cappuccino wie vom Barista? Vergessen Sie’s. Bei uns gibt es nur die Automatenplörre.“ Wäre ehrlich, klingt aber viel zu negativ.
„Lust auf Cappuccino wie vom Barista? Vergessen Sie’s. Bei uns gibt es nur die Automatenplörre.“ Wäre ehrlich, klingt aber viel zu negativ. Ole Spata

Die DB preist Filterkaffee an, wenn ihr die Milch für Cappuccino oder Latte macchiato fehlt. Von dieser Haltung, aus einer misslichen Lage das Beste zu machen, könnte Deutschland mehr gebrauchen.

Es ist leicht, sich über die Deutsche Bahn lustig zu machen. Etwa über diese neue Weisung an die Zugbegleiter, mit der das Unternehmen das Reiseerlebnis der Kunden „spürbar verbessern“ will. Neben sauberen WC-Anlagen, leeren Abfallbehältern und gereinigten Teppichen sollen sämtliche Ansagen künftig „positiv formuliert werden“, heißt es in dem Papier an das Bordpersonal. Das bedeutet konkret: Wenn zum Beispiel mal wieder die Milch ausgeht, soll künftig niemand mehr sagen: „Kaffeespezialitäten haben wir heute nicht im Angebot“, sondern: „Freuen Sie sich auf einen frisch gebrühten Filterkaffee.“

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SZ PlusVon Vivien Timmler

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