Deutsche BahnAuch Frau Palla kann nicht zaubern

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Musste in ihrem ersten halben Jahr ziemlich oft Dinge verkünden, für die sie wenig konnte: die neue Bahn-Chefin Evelyn Palla.
Musste in ihrem ersten halben Jahr ziemlich oft Dinge verkünden, für die sie wenig konnte: die neue Bahn-Chefin Evelyn Palla. Friedrich Bungert

Seit genau einem halben Jahr steht die Südtirolerin nun an der Spitze der Deutschen Bahn – und verkündet eine Hiobsbotschaft nach der anderen. Wie sie den Konzern dennoch verändert und warum davon bislang so wenig zu sehen ist.

Von Vivien Timmler, Berlin

Da steht sie nun, eingerahmt von fünf Männern, und muss tun, was keine Vorstandschefin gerne tut. Evelyn Palla muss erklären, warum es auch im vergangenen Jahr bei der Deutschen Bahn (DB) nicht lief. Also mal so gar nicht. Unter dem Strich noch mehr Verlust, eine noch geringere Pünktlichkeit, dazu eine Milliarden-Abschreibung im Fernverkehr, die einer Offenbarung gleichkommt. Es ist die in Zahlen gegossene Malaise eines Staatskonzerns, auf den die Deutschen nicht einmal mehr wütend sind. Sie sind nur noch enttäuscht.

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Die Erwartungen an die Deutsche Bahn sind ja nicht mehr hoch, die an die neue Bahn-Chefin Evelyn Palla dafür umso höher. Sie räumt jetzt erst mal in der Führungsetage auf: Pünktlicher wird so kein einziger Zug, aber immerhin sie ist voller Zuversicht.

SZ PlusVon Vivien Timmler (Text) und Friedrich Bungert (Fotos)

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