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Deutsche Bahn:Bahn will Fernverkehr massiv ausbauen

Bahn modernisiert IC-Flotte

Ein Zug der IC-Flotte steht am Leipziger Hauptbahnhof

(Foto: picture alliance / dpa)
  • Die Deutsche Bahn baut ihr Fernverkehrsangebot aus. So will das Unternehmen 50 Millionen zusätzliche Reisende im Jahr gewinnen.
  • Mit nur wenigen Ausnahmen werden alle Städte, in denen mehr als 100 000 Einwohner leben, ans IC-Netz angeschlossen.
  • Auf den wichtigsten Achsen soll zweimal in der Stunde ein ICE verkehren.

Täglich mehr als 150 Fahrten zusätzlich

Die Deutsche Bahn will innerhalb der kommenden fünfzehn Jahre bedeutend mehr Kunden gewinnen. Bis 2030 sollen pro Jahr 50 Millionen mehr Fahrgäste mit einem IC oder einem ICE fahren. Am Tag soll es mehr als 150 zusätzliche Fahrten als heute geben. Dafür baut die Bahn ihr Fernverkehrsangebot um 25 Prozent aus, vor allem die Region soll davon profitieren: Fast alle Städte mit mehr als 100 000 Einwohnern sollen zweistündlich ans IC-Netz angeschlossen werden.

Damit erschließt sich das Unternehmen einen neuen Kundenstamm von fünf Millionen Menschen, die bisher keinen IC-Halt vor der Haustür hatten oder nicht mehr. Zu diesen Städten zählen zum Beispiel Chemnitz, Cottbus, Fürth, Heilbronn, Potsdam und Siegen. Auf den Strecken zwischen den Metropolen der Bundesrepublik, also vor allem auf den wichtigen Nord-Süd- und Ost-West-Achsen, soll sogar zweimal in der Stunde ein ICE verkehren.

"Mit dem größten und modernsten Fernverkehrsnetz seit der Bahnreform wollen wir unseren Beitrag zur Zukunftsfähigkeit Deutschlands leisten", sagt Ulrich Homburg, Vorstand Personenverkehr der Deutschen Bahn, zu den Plänen. Insgesamt will die Bahn zwölf Milliarden Euro investieren, das Geld soll vor allem für neue Zugflotten verwendet werden. Unter anderem sollen 150 neue Doppelstock-IC-Züge eingesetzt werden. Bei den Strecken, auf denen diese unterwegs sind, sollen die Sparpreise schon ab einem Betrag von 19 Euro beginnen.

Kostenlose Sitzplatzreservierungen

150 Fahrten, die heute noch mit IC-Zügen stattfinden, werden künftig mit ICEs durchgeführt. Außerdem werden Bahnfahrer in der ersten Klasse ab September 2015 im Zug kostenlos Wlan nutzen können, ab 2016 dann auch Kunden in der zweiten Klasse. Signalverstärker sollen dafür sorgen, dass der Internet- und Handyempfang über Mobilfunk auf den Strecken verbessert wird. Und wer den Fernverkehr nutzt, wird für Sitzplatzreservierungen nicht mehr zusätzlich zahlen müssen - sie werden direkt im Ticket enthalten sein.

Die bisherigen Bahncard-Angebote (25, 50, 100) bleiben bestehen. Noch in diesem Jahr soll eine ergänzende Karte mit nur drei Monaten Laufzeit hinzukommen.

© SZ.de/ratz/dayk/leja
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