Kritik an KostenDeutsche Bahn stoppt Imagekampagne mit Engelke

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Entertainerin Anke Engelke und DB-Vorstand Michael Peterson im Jahr 2025 bei der Präsentation der Webserie „Boah, Bahn! Wir sitzen alle im selben Zug“.
Entertainerin Anke Engelke und DB-Vorstand Michael Peterson im Jahr 2025 bei der Präsentation der Webserie „Boah, Bahn! Wir sitzen alle im selben Zug“. Helmut Fricke/dpa

Eine Fortsetzung der kleinen Webserie „Boah, Bahn!“ wird es 2026 nicht geben. Das passe nicht in die Zeit, heißt es bei der Deutschen Bahn. Aus der Politik kommt Kritik an den Kosten.

Die Deutsche Bahn zieht die Reißleine: Die Webserie „Boah, Bahn!" mit Komikerin Anke Engelke wird nicht fortgesetzt. Nach SZ-Informationen kostete die Kampagne den Staatskonzern mehr als sieben Millionen Euro – eine Summe, die sich im Rahmen vergleichbarer Werbekampagnen in der Branche bewegt, aber in der Politik nun heftige Kritik auslöst. Die Bild am Sonntag hatte zunächst über die Kosten und das Ende der Imagekampagne berichtet.

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Die Deutsche Bahn wollte unbedingt geheim halten, wie viel sie für die Image-Kampagne mit Anke Engelke ausgegeben hat. Das hat nicht geklappt.

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Für sieben Kurzfilme plus einen Bahnsong, die auf Social-Media-Kanälen wie Instagram und Youtube ausgespielt wurden, gab die Bahn demnach über sieben Millionen Euro aus. In den Clips spielte Engelke die Zugchefin Tina, die mit typischen Bahn-Problemen wie Verspätungen oder defekten Kaffeemaschinen im Bordbistro kämpft.

Eine ursprünglich geplante zweite Staffel stoppten die neue Bahn-Chefin Evelyn Palla und der frisch berufene Kommunikationschef Jens-Oliver Voß nun nach Bild-Informationen. „Es wird 2026 keine Fortsetzung der Serie ‚Boah, Bahn!‘ geben. Eine Fortsetzung der Kampagne passt nicht in die Zeit“, hieß es seitens der Bahn.

Die Millionenkosten hatte der Staatskonzern zunächst geheim gehalten. Als ein Abgeordneter der Linksfraktion im Dezember die Kosten in der Fragestunde des Bundestags erfragte, hinterlegte das Verkehrsministerium die Information in der Geheimschutzstelle – mit der Begründung, die Offenlegung könne wirtschaftliche Nachteile für die Bahn zur Folge haben.

Die Deutsche Bahn machte keine offiziellen Angaben zu den Kosten und verwies darauf, dass Informationen zu Werbeausgaben Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse seien. Das Budget bewege sich im Rahmen vergleichbarer Werbekampagnen in der Branche, hieß es lediglich.

DB-Vorstand Michael Peterson hatte die Comedy-Filmchen mit Engelke im Oktober 2025 noch als „humorvolle Liebeserklärung an die Mitarbeitenden“ gelobt.

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