Süddeutsche Zeitung

Börse:Deutscher Aktienindex steigt auf Rekordhoch

  • Erstmals seit zwei Jahren ist der Dax wieder auf Rekord.
  • Derzeit herrscht an den Börsen Zuversicht - auch der Internationale Währungsfonds zeigt sich optimistisch, dass sich die Weltwirtschaft wieder stabilisiert.

Nach den Verlusten an der Wall Street am Dienstag hatten die Anleger eigentlich einen schwachen Börsenstart in Deutschland erwartet - doch es kam anders: Der Dax stieg gleich zu Handelsbeginn auf den höchsten Stand seiner Geschichte: Mit 13 602 Punkten übertraf er zur Eröffnung das bisherige Rekordhoch von 13 597 Zählern aus dem Januar 2018. Im frühen Geschäft stieg er dann weiter bis auf 13 640 Punkte. Am Vortag hatte er bei 13 556 Zählern geschlossen.

Händler begründeten die Zuversicht am Mittwoch mit den anziehenden Kursen an den asiatischen Aktienbörsen. Allerdings bleibe das Coronavirus in China ein relevantes Thema auf dem Börsenparkett, sagte ein Analyst. "Die Anleger zeigen sich mit dem Krisenmanagement der chinesischen Regierung aber zufrieden, und die Furcht vor einer massiven Ausbreitung des Virus hat nachgelassen." Experten befürchten eine schnelle Ausbreitung des grippeähnlichen Erregers durch Massenveranstaltungen im Rahmen der Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahr.

Daimler muss mehr Geld zurücklegen

Grundsätzlich herrscht an den Aktienmärkten jedoch derzeit - Optimismus. Erst vor wenigen Tagen hatte sich der Internationale Währungsfonds (IWF) zuversichtlich gezeigt, dass sich die Lage der Weltwirtschaft nach dem deutlichen Abwärtstrend des abgelaufenen Jahres zuletzt stabilisiert habe.

Hilfreich wirken nach Ansicht des IWF unter anderem die lockere Geldpolitik der Notenbanken sowie die erste Teilvereinbarung im Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China, die beide Seiten zuletzt besiegelt hatten. Auch die Tatsache, dass Großbritannien nun wohl doch geordnet und nicht ohne Abkommen mit Brüssel aus der Europäischen Union (EU) ausscheiden werde, sei positiv,

Fast alle Titel legten zu - Daimler allerdings verlor nach anfänglichen Gewinnen. Das Unternehmen gab an diesem Mittwochmorgen nicht nur eine Halbierung seines Gewinns bekannt - weltweite Rückrufe und die Verfahren im Zusammenhang mit dem Dieselskandal 2019 werden das Unternehmen in der Bilanz 2019 nochmals bis zu 1,5 Milliarden Euro zusätzlich kosten.

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