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Dubiose Finanzdeals:Bundesweite Razzia wegen Cum-Ex-Geschäften

Bankenviertel Frankfurt am Main

Finanzplatz Frankfurt: Auch einige Banken waren an Cum-Ex-Geschäften beteiligt.

(Foto: dpa)

Im größten Steuerskandal haben die Ermittler wieder zugeschlagen: Sie durchsuchen mehrere Wohnungen und Büros in ganz Deutschland.

Ermittler der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt haben am Dienstag 19 Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht, wie nun bekannt wurde. Grund dafür ist der wohl größte Steuerskandal der deutschen Geschichte: Mit sogenannten Cum-Ex-Geschäften ließen sich Anleger und Banken Steuern vom Staat erstatten, die sie nie gezahlt hatten.

Die Ermittler wollen mit den Durchsuchungen Beweise in drei Verfahren sammeln, die Vorwürfe richten sich derzeit gegen sieben Beschuldigte. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Durchsucht wurden demnach Objekte in Hessen, Niedersachsen, Baden-Württemberg und Bayern.

Durch die Cum-Ex-Geschäfte sind dem Staat in Deutschland laut Bundesfinanzministerium mehr als fünf Milliarden Euro entgangen, bevor die Gesetzeslücke 2012 geschlossen wurde.

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