In der alten Welt der Märchen heißt das Zauberwort "Bricklebrit". In der neuen Welt der Banken und Kapital-Anlagefonds heißt es "Cum-Ex". Im Märchen ist es so, dass ein Esel auf das Zauberwort hin Dukaten scheißt; es ist der Goldesel im Märchen vom Tischlein-Deck-Dich. In der Finanzwelt macht das unfreiwillig der Staat. Cum-Ex ist der Name für ebenso komplizierte wie dubiose internationale Trickgeschäfte mit Aktien, die dazu geführt haben, dass der Fiskus den Trickgeschäftlern Steuern erstattet hat, die diese gar nicht bezahlt hatten - insgesamt 10 Milliarden Euro.
Cum-Ex-Geschäfte:Der Staat ist keine Kuh, die man melken darf
Griechischer Himmel: Nach dem Regierungswechsel in Athen sei ein "Weiter so" in den Beziehungen politisch nicht möglich, heißt es aus Berlin.
(Foto: Paul Zinken/dpa)Wenn die Vorwürfe gegen Banken und Börsenhändler zu dubiosen Aktiendeals zutreffen, müssen sie hart für ihre Verbrechen bestraft werden. Es geht um die Glaubwürdigkeit des gesamten Strafrechts.
Kommentar von Heribert Prantl
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