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Coronavirus und die Wirtschaft:Hunderte deutsche Manager kehren mit Sonderflügen nach China zurück

Outbreak of the coronavirus disease (COVID-19) in Frankfurt

Die erste Maschine mit Deutschen startete am Freitag von Frankfurt aus nach China.

(Foto: REUTERS)

Eigentlich sind Chinas Grenzen für Ausländer dicht. Um die Wirtschaft wieder anzukurbeln, werden für Angestellte deutscher Unternehmen nun Ausnahmen gemacht. Ein deutscher Manager wurde positiv auf das Coronavirus getestet.

Hier finden Sie aktuelle Meldungen aus der Wirtschaft in chronologischer Reihenfolge, die neuesten Nachrichten stehen an erster Stelle.

Deutsche Manager kehren mit Sonderflügen nach China zurück

Samstag, 30. Mai, 5.50 Uhr: Hunderte deutsche Manager, Angestellte und deren Angehörige kehren mit einer Sondergenehmigung nach China zurück. Mit einem ersten Sonderflug sind rund 200 in China tätige Vertreter der deutschen Wirtschaft oder Angehörige, die durch die Corona-Pandemie in Deutschland feststeckten, am Samstag in Tianjin gelandet. Bei einem der Passagieren wurde das Coronavirus nachgewiesen. Obwohl der 34-Jährige wie alle anderen Insassen vor dem Abflug in Frankfurt getestet worden war, fiel eine weitere Untersuchung nach Ankunft in der nordchinesischen Stadt Tianjin positiv aus. Nach Angaben der städtischen Gesundheitskommission von Sonntag hat der Ingenieur keine Symptome. Trotzdem wurde er zur medizinischen Beobachtung in eine Quarantäneeinrichtung gebracht.

In der nordchinesischen Metropole müssen die meisten Heimkehrer - je nach Zielort in China - zwei Wochen in Quarantäne, bevor sie weiterreisen können. Der Lufthansa-Charterflug war von der deutschen Handelskammer in China in Zusammenarbeit mit der Botschaft und der chinesischen Seite organisiert worden. Rund 2000 bis 2500 Personen haben ihr Interesse bekundet, nach China zurückzukehren.

Es handelt sich um die ersten Rückflüge ausländischer Staatsbürger von Europa nach China seit Einführung von Sperrmaßnahmen angesichts der Corona-Pandemie. Die Regierung in Peking hat zwar praktisch für alle Ausländer ein Einreiseverbot verhängt - doch internationale Konzerne streben an, ihren Betrieb in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Erde wieder aufzunehmen. Daher gab es für die Passagiere eine Ausnahme vom Einreisestopp.

Dies sei ein wichtiger Schritt, um die Volkswirtschaften Chinas und Deutschlands wieder miteinander zu verbinden, wurde Jens Hildebrandt, Exekutivdirektor der deutschen Handelskammer in Nordchina, in einer Pressemitteilung zitiert. Es sei im gemeinsamen Interesse, einen Beitrag zu leisten, die Wirtschaft wieder zur Normalität und auf ein Niveau zurückzuführen, das vor der Corona-Krise gängig gewesen sei. AP/dpa

Renault streicht Tausende Stellen

Freitag, 29. Mai, 08.30 Uhr: Der französische Autobauer Renault will mehrere Werke reorganisieren und weltweit rund 15 000 Arbeitsplätze abbauen. Verhandlungen darüber hätten mit den Gewerkschaften begonnen, teilte der Konzern mit. Durch die Restrukturierungen sollten in den kommenden drei Jahren zwei Milliarden Euro eingespart werden, bekräftigte Renault frühere Pläne. Die Produktion solle gedrosselt und auf profitablere Modelle konzentriert werden. Der Umbau werde den Konzern einschließlich des Personalabbaus, Versetzungen von Mitarbeitern sowie Pensionsplänen, die insgesamt zehn Prozent der weltweiten Belegschaft beträfen, 1,2 Milliarden Euro kosten.

Eine Einigung mit den Gewerkschaften über die Zukunft der Arbeitsplätze in Frankreich ist Voraussetzung dafür, dass Renault den vom Staat in Aussicht gestellten Hilfskredit von fünf Milliarden Euro im Kampf gegen die Folgen der Corona-Krise erhält. Der bereits vor der Pandemie angeschlagene Renault-Partner Nissan hatte seine Sanierungspläne schon am Donnerstag vorgelegt.

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Die Allianz, zu der auch der japanische Autobauer Mitsubishi gehört, will enger zusammenrücken, um die Krise zu überstehen. Dazu hatten die Partner angekündigt, ihre Zusammenarbeit weltweit untereinander aufzuteilen und sich besser abzustimmen. Demnach soll je ein Partner in einer Region und bei der Entwicklung eines Fahrzeugtyps oder einer Technologie die Führung übernehmen und die anderen ihm folgen. Auch dadurch sollen die Kosten sinken. Reuters

Autozulieferer ZF Friedrichshafen will 15 000 Stellen streichen

Freitag, 29. Mai, 07.00 Uhr: Beim Autozulieferer ZF Friedrichshafen sollen wegen des Absatzeinbruchs in der Corona-Krise in den kommenden fünf Jahren bis zu 15 000 Stellen gestrichen werden. "Aus heutiger Sicht müssen wir bis 2025 weltweit unsere Kapazitäten anpassen und 12 000 bis 15 000 Arbeitsplätze abbauen, davon etwa die Hälfte in Deutschland", heißt es in einem Brief von Vorstandschef Wolf-Henning Scheider an die 148 000 Mitarbeiter, der der Nachrichtenagentur Reuters vorlag. Dem Konzern, der zwei Stiftungen gehört, drohten "als Folge des Nachfragestopps auf Kundenseite" in diesem Jahr "hohe finanzielle Verluste", schrieb Scheider der Belegschaft.

Der Vorstand macht sich offenbar Sorgen, dass die Banken und andere Gläubiger die Kredite kündigen, die ZF Friedrichshafen für die milliardenteuren Zukäufe von TRW und Wabco in den vergangenen Jahren aufgenommen hat. Solche Übernahmekredite sind in der Regel an die Erfüllung bestimmter Kennzahlen - meist des operativen Gewinns - geknüpft. Das bedrohe "unsere finanzielle Unabhängigkeit", schrieb der Vorstandschef.

"Wenn wir bestimmte Kennzahlen verfehlen, könnten externe Kreditgeber Einfluss auf unser Geschäftsentscheidungen fordern. Wir möchten das verhindern und weiterhin unabhängig den ZF-Weg gehen." Ein ZF-Sprecher wollte sich zu dem Brief nicht äußern: "Wir nehmen zu interner Kommunikation mit unseren Teams keine Stellung."

Der Vorstand habe die Gewerkschaft IG Metall und die Arbeitnehmervertreter bereits über die Lage und die geplanten Maßnahmen informiert, hieß es in dem Brief weiter. Die Details würden in den kommenden Wochen ausgearbeitet. "All dies ist leider notwendig, um ZF nachhaltig zu sichern und an die neue wirtschaftliche Realität anzupassen." Die zur Bewältigung der Corona-Krise getroffenen Vereinbarungen, etwa zu Kurzarbeit und Gehaltsverzicht, reichten bei Weitem nicht aus. "Denn die Krise wird länger dauern und wir werden selbst 2022 beim Umsatz spürbar unter unseren Planungen liegen." Reuters

Mehr als 40 Millionen Amerikaner haben Arbeitslosenhilfe beantragt

Donnerstag, 28. Mai, 15.35 Uhr: Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA geht leicht zurück. In der vergangenen Woche stellten 2,1 Millionen Bürger einen entsprechenden Antrag, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Seit dem 21. März summieren sich die Anträge auf rund 40 Millionen. Damit hat rechnerisch jeder vierte Arbeiter in dem Land bereits entsprechende staatliche Unterstützung beantragt. Der Großteil der Anträge geht auf die Corona-Krise zurück, die seit Mitte März in den Vereinigten Staaten vielerorts die Wirtschaft zum Erliegen brachte. Immerhin: Nun schon die achte Woche in Folge geht die Zahl der Anträge zurück. Der Höhepunkt war in der Woche bis zum 28. März mit 6,9 Millionen erreicht worden. Die Erstanträge sind für Ökonomen ein wichtiger Indikator für die Entwicklung des Arbeitsmarktes.

Gleichwohl liefern sie gerade in der aktuellen Situation nicht unbedingt eine realistisches Bild. Denn so wie im März die Zahl der Erstanträge gemessen an der Zahl der tatsächlichen Entlassenen vermutlich zu gering war, weil die Behörden der vielen Anträge gar nicht mehr Herr wurden, dürfte es jetzt umgekehrt sein: Womöglich steht der Arbeitsmarkt schon wieder besser da als es die Zahlen widerspiegeln. Viele Behörden arbeiteten sich womöglich noch durch frühere Anträge durch, heißt es jedenfalls bei der New York Times. Wie in Deutschland werden in den USA derzeit viele Restriktionen wieder aufgehoben. Allerdings ist der Weg zurück in die Normalität holperig: Erst am Dienstag musst die Produktion in einem Ford-Werk gestoppt werden, weil ein Arbeiter an Covid-19 erkrankt war. Hans von der Hagen

Buchmesse soll im Herbst stattfinden

Mittwoch, 27. Mai, 17.45 Uhr:Die Frankfurter Buchmesse soll in diesem Herbst trotz Corona-Pandemie stattfinden. Das hat der Aufsichtsrat der Buchmesse am Mittwoch entschieden. Geplant sei, die Bücherschau vom 14. bis 18. Oktober 2020 auf dem Messegelände, dezentral in der Stadt und zeitgleich virtuell stattfinden zu lassen. In den Vorjahren waren mehr als 300 000 Besucher nach Frankfurt geströmt und fast 7500 Aussteller aus über 100 Ländern angereist. Die Frankfurter Buchmesse findet seit 1949 statt. Als Ehrengast ist 2020 Kanada geladen. Mit dem Ausrichter des Ehrengast-Auftritts werde "über ein der Situation angepasstes Konzept" beraten.

Ein detailliertes Gesundheits- und Hygienekonzept gewährleiste die Sicherheit von Besuchern, Ausstellern und Mitarbeitern, teilte die Buchmesse mit. Buchmessen-Direktor Juergen Boos sagte: "In diesem Jahr ist es wichtiger als je zu vor, die Frankfurter Buchmesse durchzuführen."

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und die Buchmesse hatten Teilnehmer und Gäste schon auf Veränderungen vorbereitet: "Aufgrund der Corona-Pandemie ist die Organisation der Frankfurter Buchmesse 2020 mit einem hohen Maß an Unwägbarkeiten verbunden", hieß es in einem Statement. Man gehe davon aus, dass auch im Oktober "noch eine ganze Reihe an Einschränkungen für Veranstaltungen bestehen werden".

Im Frühjahr waren wegen der Corona-Pandemie zahlreiche große deutsche Literaturevents abgesagt oder ins Internet verlegt worden, etwa die Leipziger Buchmesse oder die Lit.Cologne. Auch andere Messen in Frankfurt wurden gecancelt oder verschoben, etwa die Musikmesse oder die Konsumgütermesse "Tendence". dpa

Macron will Autoindustrie mit acht Milliarden Euro unterstützen

Montag, 25. Mai, 18.35 Uhr: Der französische Präsident Emmanuel Macron hat ein acht Milliarden Euro schweres Hilfspaket für die in der Corona-Krise schwer gebeutelte Autoindustrie im eigenen Land angekündigt. Unter anderem beinhaltet der Plan Kaufprämien für Autos und langfristige Investitionen in neue Technologien, wie etwa Elektroautos. Dies gab Macron am Dienstag bekannt.

"Unser Land wäre nicht das gleiche ohne seine großen Marken - Renault, Peugeot, Citroën", sagte der Präsident. Die französische Autobranche hat schwer unter Umsatzeinbrüchen in der Corona-Krise gelitten. Unabhängig von den acht Milliarden Euro braucht Renault auch noch einen staatlich garantierten Kredit von fünf Milliarden Euro. AP

Ryanair will Lufthansa-Rettungspaket anfechten

Montag, 25. Mai, 12.45 Uhr: Der Billigflieger Ryanair will gegen das vereinbarte neun Milliarden Euro schwere staatliche Rettungspaket für die Lufthansa rechtlich vorgehen. "Ryanair wird gegen das jüngste Beispiel illegaler staatlicher Beihilfen an die Lufthansa Beschwerde einlegen", erklärte Ryanair-Chef Michael O'Leary am Dienstag. Die Finanzhilfe werde der Lufthansa Preise unter Kosten ermöglichen und den Billigairlines Ryanair aus Irland oder Easyjet aus Großbritannien den Wettbewerb erschweren. Der Wettbewerb werde massiv verzerrt.

Die Bundesregierung und die Lufthansa hatten sich am Montag nach wochenlangen Verhandlungen auf die Staatshilfe in Form von Krediten, stillen Einlagen und einem Einstieg des Staates bei der Lufthansa in Höhe von 20 Prozent geeinigt. Die EU-Kommission muss für eine Genehmigung prüfen, ob die Beihilfe den Wettbewerb im europäischen Luftverkehr beschränkt. Reuters

Montag, 25. Mai, 10.15 Uhr: Nach ihrem historischen Tief hellt sich die Stimmung in den deutschen Chefetagen wieder etwas auf. Der Ifo-Geschäftsklimaindex für Mai stieg auf 79,5 Zähler von zuletzt 74,2 Punkten im April, wie das Münchner Ifo-Institut mitteilte. "Die ersten Lockerungen sorgen für einen Hoffnungsschimmer", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Stimmung habe sich nach den "katastrophalen Vormonaten etwas erholt". Von Reuters befragte Volkswirte hatten nur mit einem Anstieg auf 78,3 Punkte gerechnet.

Die Corona-Krise trifft die Konjunktur mit voller Wucht: Sinkende Konsumausgaben und schrumpfende Investitionen ließen die deutsche Wirtschaft bereits zum Jahresanfang einbrechen. Das Bruttoinlandsprodukt fiel von Januar bis März um 2,2 Prozent zum Vorquartal und damit so stark wie seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 nicht mehr. Im laufenden zweiten Quartal dürfte das BIP noch deutlich stärker schrumpfen. Erst danach rechnen Fachleute mit einer allmählichen Erholung. dpa

Bericht: Bahn-App soll künftig vor vollen Zügen warnen

Montag, 25. Mai, 7.15 Uhr: Die Deutsche Bahn will mithilfe ihrer App in der Corona-Krise vor zu vollen Zügen warnen. Das berichtet der Spiegel unter Berufung auf Konzernkreise. Demnach seien der Bahn-Navigator und der Internetauftritt der Bahn so umprogrammiert worden, dass Züge mit einer Auslastung von 50 Prozent und mehr kenntlich gemacht würden. Die Nutzer sollen so die Möglichkeit erhalten, auf weniger frequentierte Verbindungen zuzugreifen. Auf diese Weise solle der Passagierfluss besser gesteuert werden, um in den kommenden Wochen gefährlich enge Situationen in Zügen zu vermeiden.

Wenn die Reservierungen trotz des Warnhinweises auf einer bestimmten Verbindung weiter zunehmen sollten, könne via App bzw. Buchungsseite künftig verhindert werden, dass dieser Zug noch gebucht und reserviert werde. Diese Funktion soll dem Bericht zufolge in den kommenden Tagen freigeschaltet werden.

Demnach kann auch künftig trotz der neuen Funktion jeder, der zum Bahnhof geht, auch weiterhin in einen vollen Zug einsteigen, für den die App keine Fahrkarte mehr verkauft oder keine Reservierung vornimmt. Verkehrsminister Andreas Scheuer hatte Ende April eine Reservierungspflicht ins Gespräch gebracht, allerdings deutlich gemacht, in dieser Frage nicht festgelegt zu sein. dpa

Lufthansa-Rettungspaket verzögert sich offenbar

Montag, 25. Mai, 5.45 Uhr: Das geplante Neun-Milliarden-Rettungspaket für die Lufthansa verzögert sich informierten Kreisen zufolge durch Verhandlungen, die sicherstellen sollen, dass die auf den Weg gebrachten Maßnahmen auch schnell von der EU genehmigt werden. Unter anderem gehe es um die Frage, wann Deutschland wieder aus einer Direktbeteiligung an der Fluggesellschaft aussteigen werde. Zuvor hatte die Bild am Sonntag, dies sei erst Ende erst Ende 2023 vorgesehen.

Auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat in einem ZDF-Interview zunächst offengelassen, wann die Lufthansa die neun Milliarden Euro Staatshilfe zurückzahlen muss. "Sobald die Lufthansa wieder in der Gewinnzone ist, müssen diese Gelder zurückgezahlt werden. Das kann einige Jahre dauern. Das weiß niemand im voraus", sagte der CDU-Politiker. Auf die Frage, in welchem Fall Deutschland seinen Anteil an der Airline auf 25 Prozent plus eine Aktie erhöhen würde, bekräftigte Altmaier: "Nur wenn es darum geht, Übernahmeversuche zu verhindern."

Ein in der vergangenen Woche nach wochenlangen Verhandlungen erzielter Kompromiss sieht vor, dass der Bund sich mit vorerst 20 Prozent an der Airline beteiligt. Dies läge unterhalb der Sperrminorität, mit der wichtige Entscheidungen blockiert werden könnten. Geplant ist zusätzlich aber eine Wandelschuldverschreibung im Wert von fünf Prozent plus einer Aktie. Berlin wollte der Lufthansa eigentlich am Wochenende ein offizielles Angebot unterbreiten. Wie zu hören war, führten Gespräche zwischen Bundesregierung, Konzern-Management und EU-Kommission aber zu Verzögerungen. Eine für den heutigen Montag geplante Aufsichtsratssitzung wurde angesichts dessen auf Dienstag vertagt, wie das Handelsblatt berichtet. Bloomberg/Reuters

Altmaier will Mittelstand wohl noch stärker helfen

Montag, 25. Mai, 5 Uhr: Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will mittelständische Betriebe wegen der Corona-Pandemie noch stärker unterstützen. Firmen mit bis zu 249 Mitarbeitern sollen von Juni bis Dezember monatlich bis zu 50 000 Euro bekommen können. Das berichtete die Neue Osnabrücker Zeitung aus einem Eckpunktepapier, das nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus dem Wirtschaftsministerium stammt. Ziel der Überbrückungshilfe ist, die Existenz kleiner und mittlerer Betriebe zu sichern, die von coronabedingten Auflagen und Schließungen betroffen sind.

Anträge sollen Firmen aus allen Wirtschaftsbereichen sowie Solo-Selbstständige und Freiberufler stellen können. Ihre Umsätze müssen dafür im April und Mai um mindestens 60 Prozent gegenüber den Vorjahresmonaten eingebrochen sein. Auch Unternehmen, die bereits Soforthilfen vom Bund oder von den Ländern bekommen, dürfen weitere Unterstützung beantragen. Das Ministerium rechnet bis August laut Bericht mit Kosten von 25 Milliarden Euro - wie viel danach anfalle, hänge vom Infektionsgeschehen ab. dpa

© SZ
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