Coronavirus:Kann Deutschland jetzt massiv Schulden machen?

Lesezeit: 4 min

Banknoten

Nimmt Deutschland massiv neue Schulden auf? An diesem Mittwoch soll der Bundestag entschieden.

(Foto: dpa)

Ja, das geht, schreibt unser Autor. Der international bekannte Schuldenforscher verweist auf drei Lehren aus der Geschichte.

Gastbeitrag von Christoph Trebesch

Deutschland steht durch die Corona-Krise vor einer drastischen Zunahme der Staatsverschuldung. Im Gespräch sind 150 Milliarden Euro neue Schulden des Bundes über Staatsanleihen, 400 Milliarden Euro Garantien des Staates und 100 Milliarden Euro Kredit an die Förderbank KfW. Schon jetzt sind mehr neue Schulden geplant als in den ersten Krisenjahren 2008/2009. Und das könnte erst der Anfang sein. Ist eine so schnelle und massive Schuldenaufnahme in Krisenzeiten überhaupt realistisch, gerade wenn alle Länder gleichzeitig Schulden machen wollen? Oder kommt es zu einem Zins-Schock, also einem deutlichen Anstieg der Zinsen auf deutsche Staatsanleihen? Ein Blick zurück lässt vorsichtigen Optimismus zu. Die Fiskalpolitik reicher Staaten wie Deutschland war in Ausnahmesituationen meist außerordentlich handlungsfähig. Entschiedenes und koordiniertes Handeln auf nationaler und internationaler Ebene macht die Risiken eines massiven Schuldenanstiegs überschaubar.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Zuhören
Leben und Gesellschaft
»Nur darauf zu warten, selbst zu erzählen, tötet jede Kommunikation«
Mandy Mangler
Intimgesundheit
"Nennt eure Vulva so oft wie möglich beim Namen"
Reden wir über Geld
"Wem zum Teufel soll ich jemals dieses Zeug verkaufen?"
Frauen und Alkoholismus
Jung, weiblich, Alkoholikerin
Soziale Ungleichheit
Weniger ist nichts
Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB