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Corona-Krise und Geldpolitik:Die Targetsalden schießen hoch

Hans-Werner Sinn

Der Finanzwissenschaftler Hans-Werner Sinn, 72, ist emeritierter Präsident des Ifo-Instituts und Professor an der LMU München. 2012 erregte er hohe Aufmerksamkeit mit seinen Forschungen und Veröffentlichungen zur „Target-Falle“.

(Foto: Kay Nietfeld/dpa)

Die Kapitalflucht der Anleger aus den Mittelmeerländern erreicht in der Corona-Krise einen dramatischen Höchststand.

Gastbeitrag von Hans-Werner Sinn

Wegen der Corona-Krise ist im März der Target-Saldo der Bundesbank wie eine Rakete in den Himmel geschossen. Die Targetforderungen der Bundesbank stiegen um 114 Milliarden Euro und erreichten einen Endwert von 935 Milliarden Euro. Der Anstieg um 114 Milliarden in nur einem Monat war der bisher bei weitem größte in der Geschichte der Eurozone, höher noch als die Anstiege um jeweils etwa 60 bis 70 Milliarden Euro auf den bisherigen Höhepunkten der Eurokrise im Spätsommer 2011 und im Frühjahr 2012.

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