Coronavirus:Auf Spritz-Tour

Plasmid Factory

Tiefgefroren: Kulturen mit Kolibakterien, die in der Fachsprache Escherichia Coli heißen.

(Foto: Plasmid Factory)

Corona-Impfstoff für einen Massenmarkt zu produzieren, stellt die Biotechbranche vor höchste Anforderungen. Aber was passiert da eigentlich? Zu Besuch bei der Plasmid Factory in Bielefeld und der Rentschler Biopharma in der Nähe von Ulm.

Von Elisabeth Dostert, Bielefeld/Laupheim

In der Fabrik von Martin Schleef, 58, duftet es nach warmer Gemüsebrühe. So riecht die Nährlösung, in der sich das Bakterium Escherichia Coli am wohlsten fühlt. Escherichia Coli, besser bekannt als Kolibakterium, ist das Nutztier der Biotechnologen: Eifrig produziert es, was ihm eingepflanzt wird. Hinter einer Glastür schwenkt eine Frau mit Haarnetz und Schutzanzug einen Kolben mit einer rostfarbigen Flüssigkeit. Die zieht sie in eine Spritze auf und impft damit die Nährlösung im Bioreaktor. "Morgen früh kann geerntet werden", freut sich Schleef. Über Nacht werden die Bakterien bei ihrer Wohlfühltemperatur von 37 Grad sich kräftig vermehren - und mit ihnen die eingeschleusten Plasmide. Unter dem Elektronenmikroskop sehen sie wirklich schön aus, wie ein leicht gekräuseltes Gummiband. Schleef hat gleich ein Foto zur Hand.

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