Das Werk heißt "Lebenslagen in Deutschland", ist bislang fast 500 Seiten stark und im Bundestagswahljahr von großer Brisanz. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) wird in Kürze den neuen 6. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung vorstellen. Der Entwurf der amtlichen Analyse, der derzeit noch von anderen Ressorts ergänzt wird und der Süddeutschen Zeitung vorliegt, zeigt: Finanziell trifft die Corona-Pandemie vor allem die unteren Einkommensschichten. Von wachsenden Einkommen profitieren vor allem diejenigen, die schon jetzt eher gut oder besser verdienen. Und die Aufstiegschancen in Deutschland bleiben schlecht, wer sich am unteren Rand der Gesellschaft bewegt, hat es schwer, nach oben zu kommen. Den Bericht legt das Bundesarbeitsministerium alle vier Jahre vor. Was in dem Entwurf noch steht und was die Regierung selbst kritisch sieht - ein erster Überblick.
Armuts- und Reichtumsbericht:Corona-Krise verschärft die Spaltung von Arm und Reich
Lesezeit: 3 min
Illustration: Stefan Dimitrov
Der neue Regierungsbericht zeigt: Ärmere leiden besonders unter der Pandemie - und sie haben in Deutschland nur geringe Aufstiegschancen.
Von Thomas Öchsner
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