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Containergeschäft:Hapag-Lloyd braucht mächtige Kapitalspritze

Die Wirtschaftskrise schlägt zu: Die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd wird in den kommenden Jahren offenbar 1,75 Milliarden Euro benötigen.

Die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd benötigt Zeitungsberichten zufolge eine gewaltige Kapitalspritze von 1,75 Milliarden Euro. Diese Summe habe der Hapag-Lloyd-Vorstand den Gesellschaftern als zusätzlichen Kapitalrahmen für die kommenden Jahre vorgeschlagen, berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung am Donnerstag.

Hapag-Lloyd, dpa

Reederei in finanzieller Not: Hapag-Lloyd benötigt frisches Kapital.

(Foto: Foto: dpa)

Dabei sollen 750 Millionen Euro von den Eigentümern - dem Reise-Riesen TUI und dem Hamburger Konsortium "Albert Ballin" kommen, hieß es unter Berufung auf Gesellschafterkreise.

Summe für den schlimmsten Fall

Eine Milliarde Euro seien als neue Banken-Kredite eingeplant. Die 1,75 Milliarden Euro seien allerdings nur eine Summe für den schlimmsten Fall: Möglicherweise komme die Reederei auch mit deutlich weniger frischen Mitteln aus, schrieb die Zeitung. Auch das Hamburger Abendblatt nannte am Donnerstag diese Zahlen.

Den Zeitungsberichten zufolge müssten entsprechend den Anteilen von TUI 325 Millionen Euro kommen und von den Hamburger Investoren insgesamt 425 Millionen Euro. Das Konsortium "Albert Ballin" hält die Mehrheit an Hapag-Lloyd mit knapp 57 Prozent.

Zu dem Konsortium gehören die Stadt Hamburg, die Holding des Schweizer Spediteurs Klaus-Michael Kühne, die HSH Nordbank, die Warburg-Bank und die Versicherungskonzerne Hanse-Merkur und Signal Iduna.

Die neuen Bankkredite sollen möglichst über Bürgschaften des Bundes abgesichert werden, hieß es unter Berufung auf die Kreise.

Hapag-Lloyd steht wegen des schrumpfenden Welthandels und der rückläufigen Containerschifffahrt schwer unter Druck und schreibt hohe Verluste.

© sueddeutsche.de/dpa/hgn/mel
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